Spurwechsel in Kurven (mit optimaler Geschwindigkeit)

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    • Spurwechsel in Kurven (mit optimaler Geschwindigkeit)

      Neulich beim Bauen habe ich eine interessante Methode herausgefunden, wie man in Kurven von einer Spur auf die andere wechseln kann. Das besondere daran ist, dass man weder die Geschwindigkeit verliert, noch lange herumprobieren muss, bis man die Schienen korrekt plaziert hat.
      Ich glaube das Problem kennt jeder, dass man irgendwo eine doppelgleisige Kurve vor einem Bahnhof hat und man dann in dieser Kurve auch einen Spurwechsel braucht. Für dieses Problem gibt es meistens nur eine Kompromisslösung. Entweder man baut eine kurze Weiche, was bedeutet, dass das Verbindungsgleis eine wesentlich tiefere Geschwindigkeit hat. Oder man baut eine Weiche mit maximaler Länge, so dass man möglichst wenig Geschwingikeit verliert.
      Im nachfolgenden Bild habe ich drei Verschiedene Bauweisen, wobei in jeder Kurve die Geschwindigkeit des inneren Gleises 90km/h beträgt.

      • Oben seht ihr die möglichst lange Weiche. Mit 86 km/h kann die Geschwindigkeit fast gehalten werden. Ihr seht aber, dass dies nur eine einzige Weiche ist, somit bräuchtet ihr das Gleiche nocheinmal.
      • Unten seht ihr eine Variante mit kurzen Weichen. Zwar wird im Vergleich zu oben Platz gespart, aber dafür ist die Geschwindigkeit nur 56 km/h.
      • In der Mitte ist ist die Version die ich euch vorstellen möchte. Wie ihr seht sind die Weichen kurz und zugleich wird die Geschwindigkeit von 90km/h gehalten.
      Für den Bau einer Weiche von Aussen nach Innen baut ihr zunächst das äussere Kurvengleis. Ihr müsst beachten, dass ihr dies mit der äussseren Geschwindigkeit baut, also bei einer 90 km/h Kurve mind 91 oder gleich 92. Dann baut dort wo ihr wo die zukünftige Weiche sein soll eine Weiche mit einem geraden Gleis.

      Direkt hinter dieser gebauten Weiche baut ihr vom geraden Gleis erneut eine Weiche. Auch hier solltest ihr die Geschwindigkeit des äusseren Gleises haben.

      Dann reisst die beiden Gleise aus dem ersten Schritt wieder ab.

      Dann baut ihr erneut auf der Innenseite eine Weiche. Dieses Gleis muss am Ende parallel zum verbliebenen Gleis liegen. Positioniert es so, dass es daran andockt. Zieht es dann soweit bis bei der Weiche eure gewünschte Geschwindigkeit erreicht ist und baut es dann. Hier kann es machnmal passieren, dass sich ein Minigleisstück mit tiefer Gescheindigkeit bildet. Falls dies der Fall ist müsst ihr das Ganze wiederholen. Kleine Bewegungen, die sich nicht auf der Geschwindigkeit auswirken, könnten reichen um das Problem zu beheben.

      Zum Schluss verlängert ihr dass zuvor gebaute Gleis. Anschliesend baut ihr die Weiche mit dem innere Gleis. Es müsste eigentlich genau passen, so dass ihr dort wo das Doppelgleis wieder beginnt, die Weiche setzen könnt.

      Für den Bau einer Weiche von Innen nach Aussen könnt ihr das Gleiche machen. Ihr müsst lediglich statt am äusseren am inneren Gleis die Methodik anwenden.

      Das Ganze funktioniert problemlos auch mit höheren Geschwindigkeiten, wie ihr im nächsten Bild seht.
    • RPGFabi wrote:

      Du brauchst allerdins nen Waypoint am äußeren Punnt in die Linir aufnehmen, da die Züge sonst abkürzen.
      Das kommt ganz auf die Anordnung der Weichen an. Wenn man zuerst nach Innen geht und dann nach Aussen, dann ja; wenn man es umgekehrt macht, dann nicht. Vielleicht will jemand auch nur einen Spurwechsel bauen.
      Das ist ein fallspezifisches Problem, dass man beim Weichenbau immer haben kann, egal wie man sie baut.
    • Wegepunkte sollten doch das geringste Problem sein. Ich benutze immer noch meine "Bäume als Wegepunkt" aus TF (habe ich unter Scriptmods mal hochgeladen möglicherweise auch unter Assets), die mit dem Konverter auch unter TPF problemlos funktionieren. Bisher habe ich mich da noch nicht reingekniet um herauszufinden was ich da genau ändern muss, aber ich benutze eh den Konverter solange noch nicht alle Fahrzeuge konvertiert sind (und das kann noch viele Jahre dauern).
      Außerdem gibt es die unsichtbaren Wegepunkte, glaube von Tom, die man dann aber schärter wieder findet.

      Die "Bäume als Wegepunkt" habe ich damals gemacht weil die üblichen Wegepunkte wie Stellwerkes und Signale halt nicht überall passen, während Bäume keinen betrieblichen Zweck erfüllen und daher überall stehen können.

      Außerdem gibt es da noch die parkenden Autos dabei - die aber jetzt überholt sind, da es inzwischen ja Autos als Assets gibt.
    • Licaon wrote:

      warum baust du zwei Einzelweichen und keine Hosenträger? Spart Platz und wenn es um Funktionalität geht, ist das Aussehen zweitrangig.
      Deswegen...
      Beispielsweise in einer 90er Kurve verliert man da Geschwindigkeit, also hat man eines der beiden Ausgangsprobleme.
      Und je grösser man die Weiche macht, desto mehr Probleme gibt es beim erstellen der Hosenträgerweiche.
    • Wobei es natürlich die Frage ist, wie weit die erste Weiche noch vom Bahnsteig entfernt ist, man will ja auch nicht zu früh runter auf 60, und ob es wirklich ein Großstadt -Bahnhof ist wo alle Züge halten, oder ein kleinerer Bahnhof wo hochwertige Züge durchfahren. Habe gerade gelesen: Im den 60er Jahren wurden beim Neubau des Ludwigshafener Hauptbahnhofs erstmals Weichen mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h im abzweigenden Strang verbaut. Normal sind freilich 190er Weichen mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40km/h im abzweigenden Strang, zumindest auf Nebengleisen und vor Kopfbahnhöfen, bei den ersten Einfahrweichen und bei Durchfahrgleisen strebt man allerdings eine Höchstgeschwindigkeit von mindestens 60 km/h an. Schnellfahrweichen auf offener Strecke konnten schon in den 50er Jahren für Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h (selten) angetroffen werden, die Schnellfahrweichen in Ludwigshafen waren in den 60ern ein Novum
      Auf Neubaustrecken findet man heute sogar Weichen, die mit 200km/h und mehr im abzweigenden Strang befahren werden können.