Beiträge von ein_name

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    Ich habe bisher folgendes beobachtet: Wenn das Eingangslager gefüllt ist, das Ausgangslager nicht überfüllt ist und das Potenzial über der bisherigen Produktion liegt, erhöht sich die Produktion. In allen anderen Fällen sinkt sie. Wie verhält sich das denn bei deiner Lebensmittelfabrik? Kannst das ja mal ein paar Minuten beobachten.


    Auch wenn in einigen Wirtschaftszweigen mit schwankendem Absatz die Just-in-time Production als der heilige Gral gilt und Effizienz tatsächlich steigert, so ist genau das in so einigen anderen Wirtschaftszweigen abseits der Realität und Effizienz. Gerade die Ketten um solche Grundlagengüter wie Holz, Öl und Erze sollten im Spiel auch dann reibungslos ohne Bedarfseinbrüche brummen, wenn die Frequenz der Lieferungen gering ist, aber die Masse dementsprechend groß und günstig pro Einheit wird ... man schaue sich einfach mal diese Industrien inkl. der riesigen Lager an, mit ihren Ganzzügen bei Erzen/Brennstoffen oder Tankerlieferungen, oder gar den saisonabhängigen Holz- und Getreidemarkt

    Ja klar, das sehe ich genauso wie du. Das Problem scheint auch nicht die Frequenz, die irgendwo vorgegeben ist, sondern eigentlich, dass die Eingangslager leerlaufen, weil die Produktion ansteigt und die Lieferung der Rohstoffe erst mit einer ziemlichen Verzögerung - nämlich der Zeit, die deine Fahrzeuge beim Anliefern benötigen - erhöht wird. Wenn dann noch Unregelmäßigkeiten im Takt auftreten, bricht scheinbar alles zusammen.


    UG hat sich sozusagen einen universellen Gütermechanismus ausgedacht. Der zickt halt noch ein bißchen, aber ich könnte mir vorstellen, dass man das mit etwas Feintuning in den Griff bekommt. Bspw. wenn die Industrie erst die Lager füllt, bevor sie produziert. Oder die Anpassung der Produktion langsamer erfolgt. Man könnte auch zusätzlich die Größe des Lagers an die Warenart anpassen. Dann müsste man Kohle bspw. einmal im Jahr liefern und Lebensmittel in kürzeren Intervallen. Ist ja auch unrealistisch, wenn der Kohlezug alle fünf Jahre kommt, das hat mit JIT nichts zu tun. Also ist die Frage eher, wie oft Waren kommen müssen. Balancing.


    Aber dass zB. die Produktion einbricht, wenn die LKWs im Stau stehen ist gut. Da muss man dann halt mal grübeln, wie man das besser hinbekommt. Solche unerwarteten Effekte machen das Spiel interessant. Nur einige heulen halt erstmal rum, wie das Spiel so böse sein kann, nicht genau zu machen, was sie so denken. Anstatt erstmal auszuprobieren und dann irgendwann mal zu kritisieren. Das nervt dann.

    @GrumPa Beim 4x-langsamer-Mod sollte sich eingentlich die Produktion pro Jahr vervierfachen.
    @Matrixalex
    Ich habe das gestern an einem Steinbruch und einer Baumaterialienfabrik durchexerziert. Gibt einen Zyklus, der verhindert, dass die Produktion anspringt.
    Das System der nachfragegesteuerten Produktion ist instabil und kommt ins Schwingen.
    Geht so, etwas vereinfacht:
    a) Produktion niedrig.
    b) Steinzug halb leer kommt in Fabrik an. Produktion springt schnell an.
    c) Lager in Fabrik läuft leer. Produktion in Steinbruch geht hoch.
    d) Produktion in Steinbruch bricht wieder ein, weil die Fabrik nichts mehr produziert.
    Also: Der Steinbruch produziert nicht, weil die Fabrik nicht produziert, weil der Steinbruch nicht produziert. Henne-Ei-Problem. Ich denke, das könnte bei deinen Lebensmitteln genauso sein.


    Abhilfe: Mehr kürzere Züge, sonst kommt die Produktion nie in die Gänge. Du brauchst einen relativ stetigen Warenfluss; das wird witzigerweise umso wichtiger je größer die Entfernung.
    Nachtrag: Die Kapazitätsrechnungen, die man hier an anderer Stelle findet, reichen eben nicht aus.


    PS. Ich find's geil, was UG sich da ausgedacht hat. Das ist richtig anspruchsvoll. Okay, könnte man vielleicht noch etwas glätten.