Knife Project

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  • Eine Erklärung einer eventuell wenig bekannten, aber hochgradig nützlichen Funktion im Blender. An introduction into a possibly little known but highly useful function in Blender.
    Deutsch


    Häufig steht man vor der SItuation, daß man in sein momentanes Projekt Details reinschneiden möchte. Seien es Fenster in einem Haus, Türen in einem Fahrzeug, Cockpitfenster oder was auch immer - man kann es natürlich von Hand irgendwie zurechtsäbeln oder mit der "Knife"-Funktion freihändig schneiden.


    Aber es gibt eine viel elegantere, weniger frustrierende und präzisere Methode dazu: "Knife Project". Das geht fast so wie weihnachtliches Kekseausstechen :)


    Nehmen wir mal zu Demonstrationszwecken an, daß wir in die Fläche der An-24 hier einmal reinbeißen wollen.



    Dazu legen wir jetzt im Objektmodus ein neues Teil auf das Modell, dessen Umrisse genau dem gewünschten Schnitt entsprechen. Zu Demonstrationszwecken nehme ich hier einen einfachen Kreis; es gehen aber auch hochkomplexe Formen fast beliebiger Art.



    Jetzt müssen wir dem Blender nur noch sagen, daß dieser Kreis die Schablone ist und daß wir in die Fläche reinsägen wollen. Das geht ganz einfach: markiert den Kreis zuerst, und dann mit Shift das zu schneidende Teil. Das kennt jeder Blender-Nutzer: danach ist die Schablone orange und die Fläche gelb markiert.



    Jetzt wechseln wir in den Edit-Modus. In der linken Werkzeugleiste finden wir die Funktion "Knife Project". Wenn wir da jetzt draufklicken, projiziert der Blender entlang der Blickachse die Schablone auf das zu schneidende Objekt und sägt wunderschön entlang der so entstehenden Projektionslinie in das Objekt hinein oder ganz durch, je nachdem, ob wir "Cut Through" aktiviert haben oder nicht.



    Die ausgeschnittenen, durch die Schablone begrenzten neuen Teile sind praktischerweise gleich markiert und man kann mit ihnen verfahren, wie man mag. Mit "P" kann man sie zum Beispiel zu einem eigenen Objekt ernennen und wegschieben (was bei einer Tür praktisch sein wird) oder gleich löschen.



    Die Schnittkanten sind natürlich offen; sie zu schließen, ist trivial.


    Diese Methode hat noch einen Vorteil. Wenn man ein schon abgewickeltes und texturiertes Modell so zerschneidet, bleiben auch die Texturen da, wo sie sind und werden nicht verzerrt oder verschoben. Die Schnitte werden genau so auf der Abwicklung sichtbar sein, wie sie geführt sind; wenn man das Modell schon vor diesem Schnitt abwickelt, spart man sich viel Arbeit.



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