Ich kenne aus meinem Studium noch folgenden Ansatz:
Um eine Klasse an Objekten (z.B. Personenwaggons) zu vergleichen, stellt man erst mal die Eigenschaften auf, also Geschwindigkeit, Kapazität usw.
Um zu erfahren, wie jede Eigenschaft gewichtet werden sollte, benutzt man den paarweisen Vergleich: Man vergleicht jede Eigenschaft mit jeder anderen. Die Eigenschaft, die einem wichtiger ist, erhält "1", die andere "0". Wenn beide gleich wichtig sind, gibt es je eine "0,5". Am Ende zählt man die Werte zusammen und teilt sich durch die maximal mögliche Punktzahl (wenn eine Eigenschaft immer "1" kriegen würde). Das ist dann der Gewichtungsfaktor für die entsprechende Eigenschaft.
Das kann man gut in einer Matrixform machen:
| Eigenschaft 1 | Eigenschaft 2 | Eigenschaft 3 | Eigenschaft 4 |
| Eigenschaft 1 | X | 1 | 0 | 0,5 |
| Eigenschaft 2 | 0 | X | 0 | 1 |
| Eigenschaft 3 | 1 | 1 | X | 0 |
| Eigenschaft 4 | 0,5 | 0 | 1 | X |
Eigenschaft 1 kriegt also den Wert 1,5 und Gewichtungsfaktor F1 = 1,5/3 = 0,5
F2 = 0,33, F3 = 0,67 und F4 = 0,5
Die Eigenschaft 3 ist in dem Beispiel also die wichtigste (Achtung: Das ganze ist Subjektiv!).
Nun gehst du hin und vergleichst die Objekte, in dem du Punkte für die jeweiligen Eigenschaften vergibst. Zum Beispiel:
- trifft nicht zu/null = 0P
- trifft etwas zu/sehr wenig = 3P
- trifft zur Hälfte zu/mittel = 5P
- trifft eher zu/viel = 7P
- trifft voll zu/sehr viel = 10P
Diese Punkte multipliziert man dann mit dem Faktor F und kriegt den Punktwert der Eigenschaft. Am Ende addiert man die Eigenschaften eines Objekts und erhält den Punktwert des Objektes.
Punkte P = Punkte E1 * F1 + Punkte E2 * F2 + ...
Das kann man auch gut tabellarisch machen:
| Objekt | Punkte E1 | F1 | Puntke E2 | F2 | Punkte E3 | F3 | Punkte E4 | F4 | Punkte |
| Objekt 1 | 3 | 0,5 | 5 | 0,33 | 10 | 0,67 | 0 | 0,5 | 9,85 |
| Objekt 2 | 7 | 0,5 | 1 | 0,33 | 1 | 0,67 | 7 | 0,5 | 8 |
| Objekt 3 | 1 | 0,5 | 1 | 0,33 | 1 | 0,67 | 1 | 0,5 | 2 |
Hier hat Objekt 1 also "gewonnen".
Ich weiß das ganze sieht sehr aufwendig aus, ist aber sehr gut umsetzbar wenn man einmal die Faktoren hat, und die sollten sich ja nicht mehr ändern
Danach ist es sehr einfach automatsierbar und auch erweiterbar, wenn man mit einem Tabellenkalkulationstool arbeitet.
Ich hoffe du verstehst was ich meine 