Glaube da muss man auch ein bisschen zwischen hauen und nochmal an die Basis von Transport Fever erinnern.
In erster Linie ist das eine Wirtschaftssimulation, auch ich habe wohl nie das Spiel in seiner ursprünglich gedachten Variante gespielt und baue lieber an Bahnstrecken andeutungsweise herum die ich kenne und schön finde ohne begrenztes Geld.
Wer das gesamte öffentliche Leben beeinflussen möchte hat sich mit Transport Fever grundsätzlich erstmal das falsche Spiel ausgesucht. Diejenigen mögen bitte Cities Skylines spielen.
Punkte, an denen man grundsätzlich arbeiten sollte gibt es definitv, beispielhaft wurden da ja die Bahnübergänge genannt oder die automatische Gleisverlegung. Die gibt es aber bei jedem Spiel.
Unterstützung für Modder scheint es den Moddern nach ja zu geben.
Das nicht sofort alle Mods in einem neuen Spiel übernommen werden können ist nicht schön, aber das gehört halt dazu (man kann ja das alte Spiel weiterspielen).
Gerade Modder wie Maverick sind ja (so mein Eindruck) permanent dabei alte Mods 1. zu konvertieren (Aufwand, keine Ahnung) und 2. aktuell dabei sie auch komplett zu überarbeiten oder neu zu bauen, weil sie selber mit der Basis nicht mehr zufrieden sind und das Spiel halt mehr her gibt.
Das ist also denk ich eher ein Problem der Ungeduld.
Arbeit damit Mods zu konvertieren hat hier jeder. Manchmal bin ich natürlich auch traurig darüber, was es mal gab und jetzt eben nicht mehr.
Train Simulator zum Beispiel zeigt, dass ein "Basis bleibt um jeden Preis gleich" und man baut immer wieder darauf auf funktionieren kann, allerdings stößt man an Grenzen. Was kam in den letzten Jahren revolutionär neues in das Spiel? Strecken haben nur 10 Fahrten, danach ist man (ohne Workshop) am Ende. Grafisch stechen ja mehr und mehr nur die externen Entwickler heraus, die aber auch ähnlich wie Modder hier, gerne mal die eigentlichen Grenzen des Spiels verschieben oder komplett ausreizen.
Gerade neue Spieler entscheiden sich wohl eher für Spiele die eher auf aktuellem Stand sind und ganze Fahrpläne mitliefern (SimRail, TSW).
Bei TSW sind ja (bis auf eine Ausnahme) sogar alle Strecken spielbar seit Beginn und (ähnlich wie sich hier die Modder immer wieder an die Aktualisierung ihrer Produkte setzen) werden ältere Strecken auch immer wieder mal überarbeitet.
SimRail ist zu neu, vielleicht bleibt dort die Basis gleich, aber da liegt der Wert ja auch mehr auf dem Multiplayer.
Das können die natürlich aber auch, weil deren Basis halt fast 20 Jahre jünger ist.
Mit einer "Basis bleibt gleich" Strategie würde man die aktuelle Community natürlich halten können, aber man friert auch den Stand ein. Große Sprünge bleiben dann aus.
Wendezugfähigkeit, Zugzielanzeigen in der heutigen Form, Performanceverbesserungen, Kartenvergrößerungen, Grafikverbesserungen, dass sind alles Dinge die man nur erreicht hat und erreichen kann, indem man an der Substanz des Spiels rumgespielt hat und weiter optimiert. Und das kann man eben nicht, wenn man bei einer Version stehenbleibt und nur daran arbeitet. Viel haben da auch Modder an Vorarbeit geleistet, was dann dauerhaft durch die Entwickler in das Spiel aufgenommen wurde, sobald eine neue Version erschien.
Ansonsten müsste man den Code so schreiben, dass sich das Spiel je nach Alter eines Mod anders verhält... mit anderen Worten man müllt das Spiel mit Prozessen für "alte Modelle" unnötig zu (was dann übrigens mehr auf die Performance einschlägt, als wenn man das Modell überarbeitet und neu veröffentlicht).
Der feuchte Traum vieler Leute ist ja das Rangieren oder Lok umsetzen oder gar austauschen. Ähnliches mit Trailern und LKWs. So etwas wird irgendwann möglich sein... wenn man eben doch immer wieder die Basisfunktionen anfässt und neu ordnet und ein Zug irgendwann mehr kann als von Wegpunkt zu Wegpunkt zu fahren und dort umzudrehen/zu wenden/laden/entladen.
Etwas was wohl vermutlich irgendein Modder erstmalig basteln wird und die Entwickler dann in die folgende Version fest einbauen werden.
Mir ist dann lieber, wenn auf TpF 2, TpF 3 folgt, welches dann 5-10 Jahre später durch TpF 4 abgelöst wird und immer wieder grundlegende Änderungen stattfinden, als wenn man hier dann "einfriert".
Ob das konvertieren einfacher wird oder nicht, das können und werden dann gerne die Modder berichten, wenn es soweit ist.
Ja das Spiel wird wohl zum Großteil von Moddern leben. Aber die wird es solange es einen Workshop und dieses Forum oder auch die Modwerkstatt gibt auch immer geben und durch die wachsende Erfahrung der Modder-Community auch in immer höherer Qualität.
Das TpF oft nicht als Wirtschaftssimulation gespielt wird sondern auch der Schönbau (für den Mods unverzichtbar sind) in irgendeiner Form einen Großteil der Spielzeit ausmacht, dass werden die Entwickler wissen und beachten.
Wenn sie das nicht wollten hätten Sie das längst unterbunden.
Viele der gewünschten Optionen bedingen halt eine grundlegende Überarbeitung, da ist die Last-Mile-Funktion/Akku-Funktion noch das allerbeste Beispiel für, was eher ein Argument für eine Neuentwicklung ist, als eine stete Weiterentwicklung. Aktuell bedingen E-Loks halt elektrische Gleise und haben den Stromabnehmer oben. Das müsste man anpassen. Aber dafür bräucht man neue Prozesse und eine neue Fahrzeugklasse