Beiträge von Pizzabote

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    Epoche III - 1949 bis 1968 (DB) bzw. 1970 (DR). IIIa kann bis ca. 1956/1957 gewählt werden, als die Klassenreform einsetzte, der DB Keks flächig zum Einsatz kam, Loks angeschaltete Spitzenlichter haben müssten, und Bremserhäuser bei Güterwagen abgebaut wurden. Ich verzichte allerdings auf


    Die Pflicht zum permanent eingeschalteten Zugspitzensignal, also auch Tagsüber, kam aber deutlich später, in den frühen 2000ern müsste die Änderung der Ril erst erfolgt sein. Vorher durfte man auch ohne eingeschaltetes Zugspitzensignal fahren.

    Eine blöde Frage hätte ich noch, wenn ich darf. Eben habe ich die alten Güterwagen von Maverick2002 mit dem Bremsseil auf dem Dach gesehen und mich gefragt, wieso eigentlich an einem Zug alle Bremsen über ein gemeinsames System (ob Seil, Druckluft, elektrisch oder wie auch immer) angesteuert werden müssen. Ich bin sicher, daß es einen guten Grund gibt, warum man Waggons nicht mit Auflaufbremsen wie Autoanhänger ausrüstet und damit jeden einzeln individuell und autark bremsen läßt, nur fällt er mir irgendwie gerade nicht ein...


    Ich fange damit erstmal an:

    Für einen einzelnen Wagen wie es beim Auto der Fall ist funktioniert die Auflaufbremse sicherlich noch, problematisch wirds aber bereits dann, wenn man eine Zugtrennung hat. Dann könnte sich ein solcher Wagen schnell verselbstständigen. Lustig wirds auch, wenn der Zug in einer Kurve zum stehen kommt. Je nachdem wie gekuppelt wurde ist dabei dann der eine Puffer eingedrückt, was ja bei der Auflaufbremse zum Bremsen führen würde. Dadurch würde der Zug hier nicht mehr fahren können. Dann kommt noch hinzu, dass es beim Bergab-Fahren durchaus Problematisch werden könnte. Dabei benutzt man (bzw. ich, wie andere das machen ist mir eigentlich auch egal) überwiegend die E-Bremse, diese bremst dann teilweise auch schon mit über 120kN, heißt, sie drückt gegen die Wagen, was dann dazu führen würde, dass diese Bremsen, was man ja nun garnicht will. Es würde also zu einem ständigen Wechsel zwischen Bremsen und Lösen kommen, das würde auf kurz oder lang dann zu einer Zugtrennung führen.


    Zum ersten Absatz:

    Noch garnicht allzu lange her dürfte das sein, maximal 10 Jahre schätze ich, da hätten die die Kollegen, die auf der Zeche fahren, noch was anderes erzählt. Denn Wir hatten da wirklich auch Steuerwägen für unsere Züge xD


    Aber 40km/h für einen geschobenen Zug? Not bad, bei uns darf ein geschobener Zug wenn ich mich recht erinnere, maximal 10km/h fahren, und das auch nur, wenn sich der Tf an der Spitze befindet, ist es nur ein Rangierbegleiter, dann sind es sogar nur Schritttempo (sofern die Richtlinie nicht wieder geändert wurde). Einzig Sperrfahrten dürfen auch geschoben bis zu 35km/h fahren (zählen als planmäßige Zugfahrt in dem Fall).

    Guten Abend


    Ich würde mich der Frage hier gerne einmal anschließen. Habe im Workshop eine schöne Karte gefunden, die jedoch nur ein Savegame ist. Ich würde diese aber gerne selber von anfang an spielen. Gibt es da irgendeine Möglichkeit zu?


    Würde mich über hilfreiche Beiträge freuen :)


    Lg

    Die DB hat eigentlich flächendeckend 15kV/16,666 Hz Wechselstrom. Alle DB-Loks können auf dem gesamten elektrifizierten Netz eingesetzt werden und auch in Österreich. Gleichstrom gibt es eigentlich nur bei den S-Bahnen in Hamburg und Berlin, der erste elektrifizierte Strecke in Deutschland, Murnau - Oberammergau hatte ganz am Anfang auch Gleichstrom. Auch in Bayern gab es Stichbahnen mit Gleichstrom, die wurden aber später entweder stillgelegt oder auf den normalen DB-Strom umgebaut. Eine Ausnahme war die Höllentalbahn, mit 25 kV Wechselstrom (wie in Frankreich), die aber etwa um 1960 auf das bei der DB übliche Strom System umgebaut wurde. Der Betrieb erfolgte mit E244, die dann in "normale" E44 umgebaut, oder ausgemustert wurden. Nach der Betriebsumstellung wurde auch die BR 85 nicht mehr gebraucht, da nun genug E-Loks zur Verfügung standen, da man jetzt mit jeder E-Lok die Strecke befahren konnte (von der erforderlichen Steilstreckenausrüstung mal abgesehen).

    In der Schweiz gibt es meines Wissens, zumindest auf den Hauptstrecken, das gleiche Stromsystem wie bei uns, aber das Fahrdraht-Zickzack ist kleiner, so daß Loks mit deutschem Stromabnehmer dort nicht fahren können. Umgekehrt würden schweizerische Stromabnemer in Deutschland "entgleisen".

    In den Benelux-Staaten wird Gleichstrom benutzt, deshalb wird an der Grenze immer umgespannt, so wie auch an der französischen Grenze. Um dies zu vermeiden wurde die E410 indienst gestellt, die insgesamt 4 verschiedene Stromsysteme verwerten konnte, und die auch 4 Panthographen hatte, für jedes Land einen speziellen. Die E344, die E310 und die E320 konnten nur 2 Stromsysteme verarbeiten, das deutsche und das französische Wechselstromsystem.

    Ein bisschen korrigieren muss ich dich, es gibt tatsächlich zwei Strecken bei der DB mit abweichender Spannung, einmal die Rübelandbahn als Inselbetrieb mit ebenfalls 25kv und in Baden-Württemberg gibt es irgendwo soviel ich weiß noch eine Strecke, die nur 600V hat. Auf der wird aber soviel ich weiß nicht mehr elektrisch gefahren, auch wenn die Oberleitung noch existiert.


    Was die Schweiz und deutsche Schleifstücke angeht, so können Fahrzeuge mit deutschem Stromabnehmer prinzipiell schon in der Schweiz fahren, das problem ist da vor allem das Lichtraumprofil, weniger das zickzack. Wohl spätestens beim nächsten Tunnel würde der Stomabnehmer adé sagen. Andersrum funktioniert es grundsätzlich auch, ich habe mal gehört, dass wohl jemand versehentlich mit schweizer Stromabnehmer bis Köln gefgahren ist. Die gefahr, dass der SA den Drath jedoch verlässt ist bei dem schmalen Schleifer deutlich höher


    dampf19 aber da du ja einen großen Wissensschatz hast, besonders, was die Dampflokzeitalter angeht, eine Frage hätte ich dazu: Wieso gab es eigentlich an elektrifizierten Strecken keine Telegrafenleitungen und wie wurde da dann die Nachrichtenübermittlung durchgeführt?

    Wird Zeit, das eure Gewerkschaft sich mal darum kümmert.

    Mein Vorschlag wäre, einen Wagon von Dixi als ersten Wagen hinter der Lok.

    Ich nehme mal an, der Vorschlag war als Scherz gemeint. Klar wäre sowas schon etwas komfortabler, aber 1. kostet sowas Zuglänge, die man nicht mehr mit Waren nutzen kann, und 2. gibt es zum Glück noch besetztze Bahnhöfe. Wenns also wirklich dringend ist, dann lässt man sich in so einem Bahnhof raus nehmen und fragt, ob man mal die Toilette benutzen darf, hab ich auch schon gemacht :)

    Glück auf.


    Was ich schon immer mal von einem Lokführer eines Güterzuges wissen wollte, wenn ihr Stundenlang vor einem Signal steht und das vielleicht noch mitten im Nirgendwo, wie handhabt ihr das denn mit euren menschlichen Bedürfnissen?

    Habt ihr auf der Lok ein Klo oder wird dann einfach die Tür aufgemacht und dann in die Botanik gepullert?

    Ich hatte mal eine Doku gesehen, in der es um die Staus im Bahnverkehr ging, dort musste ein Lokführer, fast den halben Tag warten, das er weiter fahren durfte. Man konnte sehen, das dieser irgendwo im nirgendwo stand, also keine Möglichkeit hatte, auf eine Toilette im BW oder Bahnhof gehen zu können.

    Dann sucht man sich den nächsten Busch xD

    "Um Personal einzusparen, war man bestrebt, Blockstellenwärter und Schrankenposten möglichst zu vereinen, sodass der Standort des Stellwerks durch eine Wegkreuzung vorgegeben war. Die Blocksignale wurden in der Regel etwa 30 bis 50m vor einer Blockstelle aufgestellt."

    (Stefan Carstens, Signale Bd.2, S.13)

    "Dicht zusammen" ist also relativ ;)

    Okay :) Ich kannte das halt eher so, dass die Blocksignale in der Regel unmittelbar an der Blockstelle stehen, außer die Gegebenheiten verlangen es anders (Topografie bspw.). Aber gut, wieder was gelernt, danke dafür :)