Man erstellt die Basis-Route, indem man Bahnhöfe verbindet, eine Abfahrtzeit für den Start-Bahnhof und die gewünschten Haltezeiten für die folgenden Stationen hinzufügt. Das Programm errechnet den Fahrplan, basierend auf der zurückzulegenden Entfernung, anzunehmenden Geschwindigkeiten( Steigungen, Kurvenradien, Zugleistung) und Streckenbelegung. Daselbe passiert nun automatisch für die Rückfahrt. Möchte man die selbe Strecke von verschiedenen Linien benutzen lassen, so berechnet das Programm die Fahrpläne selbständig neu und passt sie bei Bedarf an. Bis zu diesen Punkt hat der Fahrplan keinerlei Steuerwirkung, mit Ausnahme der Start und Haltezeiten.
Nun haben wir aber außerdem noch einen Tag und Nacht Wechsel, die simulierten Personen wollen morgens zur Arbeit, nachmittags zu Geschäften und Freizeiteinrichtungen und abends nach Hause(Tourismus/Fernreisen/Wochenden ausgenommen). Dem vor sich hin Daddler ist das egal, er spielt auf einem einfachen Schwierigkeitsgrad und kann die Verluste durch leer fahrende Züge locker verkraften.
Alle anderen benutzen nun die neuen Steuerungsmöglichkeiten.
1. Zugprioritäten. Wahlweise vom Spieler oder automatisch vom Programm festgelegt, sorgen diese dafür, daß der EuroCity vor dem Regionalzug, dieser vor dem mit Lebensmitteln und jener vor dem mit Schüttgut fahren darf.
2. Ausweichstellen. Ebenso wie mehrgleisige Bahnhöfe und zusammen mit den Zugprioritäten ermöglichen diese eine effektivere Streckennutzung durch mehrere Linien und können sowohl vom Programm als auch vom Spieler gesteuert werden.
3. Bahnhof- und Ausweichgleise sowie andere Wegpunkte wie Weichen und Signale können nicht nur für Linien, sondern auch für einzelne Züge festgelegt werden (Warte und Abfahrts-Zeiten/Regeln).
Da die simulierten Personen (mit Ausnahme von Fernreisenden, Schichtarbeitern und Durchfeierern) nachts schlafen, kommt es dann zu un(kaum)-benutzten Zügen. Diese werden auf dafür festgelegten Abstellgleisen(programmiert wie ein Bahnhof) für einen Bruchteil der normalen Unterhaltskosten geparkt und rangieren rechtzeitig zu ihren Abfahrtgleisen (geplant über Routen/Fahrplan). In der einfachen Varianten parken (ebenfalls mit minimalen Unterhalt) Züge bis zur nächsten Abfahrt auf ihren jeweiligen Bahnhofsgleisen.
Für einen einigermaßen realistischen Tagesablauf müsste dieser bei normaler Spielgeschwindigkeit 1 bis 2 Stunden Echtzeit in Anspruch nehmen. Bei Spielstart könnte man sich dann, wie bei Civilization oder TW Rome II, für ein generelles Tempo entscheiden. Das könnte von 1 Tag=2 Jahre (Winter wäre dann jedes 2 oder 4 Jahr) über 1 Tag pro Jahreszeit bis zu einen oder mehrere Tage pro Monat gehen. Wachstum und Einnahmen wären dem jeweiligen Tempo angepasst.
Bevor jetzt wieder die üblichen Verdächtigen ankommen und ihre mässig unterhaltsame Cartmann Imitation aus der J.Lo. Folge (Du bist ja so blöde!)
beginnen, lasst es einfach. Ich weiß selber, daß UG nur ein kleines Studio mit begrenzten Ressourcen ist, daß sie dies hier aus Zeitmangel wahrscheinlich gar nicht lesen oder daß es sich dabei um kaum zu erfüllenden Hoffnungen handelt. Trotzdem. Vielleicht interessieren sie ja doch dafür, was ihre Kunden so denken, vielleicht bekommen sie von uns ja die eine oder andere Idee, ja vielleicht planen sie schon lange etwas ähnliches oder viel besseres. Außerdem, ihr seit doch bestimmt richtige Deutsche, oder? Dann kennt ihr doch sicher auch noch 100 andere Sachen von den ihr ganz sicher wisst, daß sie niemals funktionieren! Also, spread your love! 

