TTDPatch + DBSetXL hat einfach den Zug elend langsam gemacht, dann dauert es eben 5min um den Zug in das nächste Depot zu bewegen
Genauso ist es auch in der Realität. Wenn die Zugkraft nicht ausreicht bewegt sich der Zug nicht.
Zitat
Hieße also, dass ein dynamisches Gewicht je nach Ladung nicht sooo ein Problem sein sollte. Eine Grenzlast wäre nichtmal zwingend notwändig, aber wohl generell interessant. Mir ist bis heute nicht so richtig klar was die unterschiedliche Bedeutung von PS und kN sind - wie sie sich aufs Fahrverhalten auswirken. Meinem warscheinlich unzureichendem Verständnis nach müsste doch die Zugkraft (oder was soll kN nun sein?) aus den PS resultieren - wieso kann ich die aber getrennt angeben?
Das eine ist die Leistung des Antriebes, das andere die Zugkraft des Fahrzeuges. Aber ersteinmal ist die Einheit der Leistung Watt. PS ist früher nur zur besseren Veranschaulichung der Leistung benutzt worden. Seit Jahrzehnten ist Watt jedoch bereits die einzige offizielle Einheit. Soviel dazu.
Zur Auswirkung auf das Fahrverhalten der beiden Leistungskennzahlen...
Eine Lok mit 2000KW zum Beispiel kann eine Anfahrzugkraft von 300kN entwickeln.
Eine Lok mit 6000KW entwickelt ebenfalls "nur" eine Anfahrzugkraft von 300kN.
Warum?
Die Zugkraft wird nicht nur von der Leistung bestimmt, sondern vom Zusammenspiel der Leistung mit der eigenen Masse.
Die Leistung muß ja auch die Schiene übertragen werden. Da ist also die Achslast entscheidend. Höhere Achslast = mehr Reibungsmasse.
Die Achslast von heutigen Lokomotiven liegt in der Regel bei 20-22t.
Anhand des Reibwertes von Stahl (Rad-Schiene) errechnet sich somit die mögliche Zugkraft.
Man rechnet bei trockener Schiene mit einem Reibwert von 0,35µ (Mü).
Das ergibt bei den genannten Achslasten ungefährt eine Zugkraft von 75kN pro angetriebener Achse.
Nun muß man noch bedenken, es wird die Anfahrzugkraft angegeben. Also die Zugkraft die anliegt beim anfahren. Sie sinkt mit steigender Geschwindigkeit kontinuierlich ab.
Eine Lok mit 2000KW welche zwar 300kN Anfahrzugkraft entwickeln kann, hält diese nicht bis zur Höchstgeschwindigkeit.
Beispiel: G1206 mit 1500KW Leistung:
Anfahrzugkraft bei 0km/h 267kN
Zugkraft bei 50km/h ca. 80kN
Zugkraft bei 100km/h ca. 40kN
Beispiel: BR189 mit 6400KW Leistung:
Anfahrzugkraft bei 0km/h ca. 300kN
Zugkraft bei 80km/h ca. 275kN
Zugkraft bei 100km/h ca. 230kN
Du siehst, bewegen könnten beide Maschinen einen fast gleichschweren Zug. Nur die stärkere kann ihn schneller bewegen.
Der Wagenpark erzeugt ja, bestimmt durch den Rollwiderstand von Rad-Schiene und den Achslagern selbst, eine Gegenkraft.
Es ist also eine gewisse Mindestzugkraft nötig um den Zug überhaupt in Bewegung zu setzen.
Je höher die überschüssigen Zugkraft ist, desto schneller kann der Zug beschleunigen.
Die meiste Zugkraft wird erstmal beim anfahren benötigt, da der Anrollwiderstand überwunden werden muß.
Faktoren wie Steigungen oder andere Einflüsse möchte ich hier natürlich nicht ausführen, das ist denke ich nicht nötig.
Ich hoffe ich konnte es halbwegs verständlich erklären.