Zusammengefaßt die "normale" Strecke und Parallel die SFS.
Nein, so einfach ist es - natürlich
- nicht. Die Strecke über den Hauptbahnhof Richtung Welkenraedt und weiter nach Lüttich und Brüssel gibt es schon seit 1843 (fun fact: sie führt kurz vor der Grenze, noch auf Aachener Stadtgebiet, durch den Buschtunnel. Das ist der älteste noch in Betrieb befindliche Tunnel in Deutschland). Diese Strecke hat aber ein Problem: sie hat eine sehr steile Rampe direkt ab Hbf. Mit immer länger und schwerer werden Zügen, v.A. Güterzügen, wurde die Rampe immer schlechter nutzbar. Es gab viele Ideen für eine zweite Linie, aber erst ab 1915, also während des 1. Weltkriegs mit der Besetzung Belgiens, begann man, eine zweite Strecke mit geringerer Steigung für den Nachschub an die Front zu bauen. Da viele Züge aus dem Ruhrgebiet kamen (Waffenproduktion), ist die Zufahrt auf diese Strecke ohne Richtungs- und Lokwechsel nur aus der Richtung Mönchengladbach möglich. Dafür ist die Zufahrt auf die Welkenraedter Strecke nur aus der Richtung Köln möglich.
So ist es heute geblieben: Güterverkehr über die "neue" Strecke über Monzen, Personenverkehr über die andere. Da Deutschland es ja seit den 90er Jahren nicht geschafft hat, eine durchgehende SFS zu bauen, ist der Teil vom Hauptbahnhof bis zur Grenze noch herkömmliche Strecke, lediglich den schon erwähnten Buschtunnel hat man ausgebaut/modernisiert. Die echte SFS beginnt in Belgien in Hergenrath, etwa 2km hinter der Grenze und wird entlang der Autibahn bis Lüttich geführt.
Sorry für's zulabern - ich liebe Eisenbahngeschichte...
und am Hbf müssen die ja eh quer über Gleise rüber, da tut das dann nich mehr viel.
Exakt das. Die Richtungsgleise (früher mit Stromwechsel) nach Belgien sind ohnehin die äußeren ganz hinten
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