Meine Erfahrungen mit ATT mit Schwierigkeitsgrad schwer (lässt sich aber mit Sicherheit auch auf die Vanilla-Version übertragen):
Die Kunst liegt darin, unter Berücksichtigung der Strecke (Steigung, Geschwindigkeitsbegrenzungen, Länge) die optimale Zugkonstellation zu finden. Folgendes Beispiel für eine Güterzugstrecke:
Nehmen wir an, wir haben eine Verbindung, auf der 8 Züge verkehren, welche die Städte mit Gütern versorgen, das Ganze im 4-Minuten-Takt. Die Züge sind schon älter - sagen wir mal, 20 Jahre alt - und erwirtschaften keine Gewinne mehr. Was nun - welche Fragen stellen sich?
1.) Kann ich bei einer neuen Konstellation Wagons doppelt belegen (z.B. Eisen und Eisenerz in einem Wagon transportieren)?
2.) Wie schnell und zugstark ist die Lok? Zusätzliche Wagons verringern ggf. die Geschwindigkeit mangels fehlender Leistung der Lok deutlich.
3.) Welche Max-Geschwindigkeit hat der gesamte Zug? 80 Km/h Wagons bremsen eine für 200 Km/h ausgelegte Lok nachhaltig aus.
4.) Was kostet der gesamte Zug (nicht nur in der Anschaffung, sondern auch in den Unterhaltskosten)?
5.) Werden angebotene Güter/Rohstoffe auch permanent abgeholt oder stauen sie sich immer weiter am Bahnhof?
Verlockend wäre es, die alten Dampfloks oben genannter Züge mit leistungsstärkeren E-Loks zu ersetzen und die Zuganzahl dieser Linie auf 4 zu begrenzen (oder noch weniger). Aber:
1.) Die Elektrifizierung der Strecke kostet Geld - in einem zwar meist überschaubaren Rahmen, aber leider auch damit verbunden, dass die auf den Bahnhöfen angebotenen Rohstoffe, Güter oder auch Personen (wenn es eine Personenzugstrecke ist) vorübergehend verschwinden. Die Züge fahren also zunächst einmal ne Zeitlang leer - Verluste folgen.
2.) Werden die Güter (oder auch Personen) immer noch schnell genug transportiert? Vorher hatten wir den 4-Minuten-Takt, jetzt möglicherweise aber einen 6-Minuten-Takt bei nur noch 4 Zügen - auch wenn die schneller unterwegs sind als die alten Dampflok-Züge.
Es kann gut gehen - es kann aber auch dazu führen, dass sich die angebotenen Rohstoffe und Güter deutlich verringern - und eine Verringerung von 100 auf 80 Gütern/Rohstoffen macht sich schnell unangenehm bemerkbar bei der Gewinnermittlung - die Züge sind schlechter ausgelastet, und das ist beim Schwierigkeitsgrad schwer "tödlich".
Zusammenfassend gesagt - ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
Es gilt, die optimale Zugkombination zu finden, bei der die Geschwindigkeit und Taktung gerade so optimiert ist, dass das Güterangebot sich nicht verringert, sondern zumindest stagniert - besser noch - steigt. Das Ganze unter Beachtung der Kosten für den Zug und eine Auslastung von geschätzten 80% mindestens. Im Ernstfall: Die Strecke mal über mehrere Jahre testen und schaun, was dabei rauskommt an Barem.
Dann klappt es auch (hoffentlich) mit den Gewinnen... 