Das reine Gleisvorfeld um den Zugang zum Bahnhof von den Haupstrecken aus zu gewährleisten ist recht simple, wobei aber wichtig ist zu unterscheiden obs n Kopfbahnhof oder n Durchgangsbahnhof ist. Denn der Kopfbahnhof muss meist mehr Richtungs-/Gleiswechsel möglich machen, als ein Durchgangsbahnhof.
Interessant wirds, wenn zum reinen Bahnhofszugang noch Funktionen für Zugzusammenstellung und Abstellbetrieb hinzukommen:
Große, kompakt angelegte Abstellgleisfelder parallel zu den Hauptgleisen sind recht schnell und einfach angelegt und verbunden, aber wenn man damit anfängt verkalkuliert man sich recht schnell auch beim Abstand zum Bahnhof etc. sobald man den eigentlichen Betrieb auf so einem Feld nicht vor Augen hat und das Ausmaß der Weichenfelder unterschätzt.
Hilft sich mal der verschiedenen Funktionen und Arbeitsschritte auf solchen Gleisfeldern bewusst zu werden, vor allem wenns an einem Knotenpunkt des Netzes ist wo Zugzusammenstellungen sich ändern und Einheiten "geparkt" werden, da die Weiterfahrt in bestimmte Richtungen mit kürzeren Zügen bedient wird:
-Für den Abstell- und Rangierbetrieb zB haben große Gleisfelder Anschlussgleise und Umgehungsgleise um einer Rangierlok/einem Zug zu erlauben das Gleisfeld von beiden Seiten zu bedienen ohne die Hauptstrecken zu behindern.
-Dann hast meist mehrere kurze Anschlussgleise auf den äußeren Abstell-/Umgehungsgleisen die der Zugzusammenstellung dienen und es unnötig mahcen das lange Züge hinaus auf die Hauptstrecken oder in den Bahnhof müssen wegen der Länge.
-Die Gleise auf denen Personal für Kupplungsbetrieb etc. unterwegs ist, ist meist auch etwas loser gestaltet .. Gleisabstand und Zugang von Außen.
-Für Rangierbetrieb mit Diesel oder Dampf brauchs dann auch schonmal ne kleine Serviceecke für die Rangierloks (Tankstelle, Wasserquelle etc.)
-nicht selten anzutreffen auch eine Kehranlage, die äußerst vielfaltig daherkommen je nach Platzangebot und Ausbau der angeschlossenen Strecken.
usw.
Von den Gleisen des Bahnhofs weg einfach mal gedanklich durcharbeiten, wo so ein Zug bzw. ne Rangierlok mit kleineren Einheiten hinkommen muss. Der Blick auf so ne Karte kann recht verwirrend werden, da beim historischen Ausbau ne Menge redundante bzw. tote Weichen und Gleise entstehen und beibehalten werden, weils einfach zu teuer wäre Aus- und Umzubauen. So sind viele reale Gleisvorfelder auch weitaus größer und komplexer als nötig, mit vielen einzelnen Weichen wo eigentlich auch ne Kreuzungsweiche etc. effizienter wäre.
Realistisch bauen heisst also auch mal ne unnötige Redundanz oder eine ineffiziente, unnötige Weichenart zu wählen.