Der erfolgreiche LPG Betrieb steht und fällt mit dem Umrüster!
Hat der Ahnung und kann dementsprechend auch nein sagen wenn ein Motor nicht geeignet ist für die Umrüstung, dann kann man mit LPG viel Geld sparen und fährt damit auch noch schadstoffärmer als im Benzin Betrieb.
Ich habe selbst jahrelang einen KIA ProCeed mit Autogas gefahren, bei etwas über 200.000 km hab ich ihn dann verkauft. Während der Zeit mussten einmal die Ventile eingestellt werden, das war im Rahmen dessen was auch beim Benzinbetrieb notwendig gewesen wäre. Sonst gabs null Probleme.
Es sind übrigens nicht die Ventile die bei einigen Motoren Probleme machen, sondern die Ventilsitze! Die sind nämlich zu weich, spart den Herstellern ein paar Cent in der Herstellung... Mit diversen Additiven kann man dem entgegenwirken.
LPG verbrennt übrigens nicht heißer als Benzin, durch das Gasförmige einspritzen des Treibstoffes kommt es allerdings nicht zum gleichen Kühleffekt wie beim flüssigen Einspritzen von Benzin. Daher kann es bei zu weichen Ventilsitzen zu Microverschweißungen kommen, die ein Korrigieren des Ventilspiels erforderlich machen, bis es irgendwann nicht mehr geht. Dann bleibt nur der Weg zum Motorinstandsetzer, der dann die Ventilsitze austauscht, i.d.R. dann gleich gegen härtere womit der Motor dann 100% "Gasfest" ist und dann auch ohne Additive auf LPG gefahren werden kann.
Der Verbrauch im LPG Betrieb liegt etwa 15 - 20 % höher als beim Benzinbetrieb, einen Leistungsverlust gibt es bei LPG nicht, das ist meiner Meinung bei CNG der Fall.
Ich war sehr zu Frieden mit meiner Umrüstung und hätte auch gerne wieder ein LPG Fahrzeug gekauft, allerdings haben dem die Fahrzeughersteller ein Strich durch die Rechnung gemacht, die modernen Direkteinspritzer eignen sich nicht gut zur Umrüstung, bzw. sie ist sehr kostspielig. Und die Erhöhung der Steuer auf LPG ab 2018 is dann das endgültige Aus für LPG in Deutschland. Vollkommen unverständlich, da der dreckige Diesel weiterhin steuerlich begünstigt wird. In meinen Augen ein klarer Erfolg der riesigen Lobby der Autoindustrie in Deutschland, deren unfähige Hersteller viel zu lange auf die falsche Technologie gesetzt haben. Daran is aber wohl ebenso die Politik mit ihrer Fokussierung auf CO2 als "böser" Schadstoff Schuld...