Ja, dreigleisigen Bahnhof bauen und in der Mitte wenden reduziert die Fahrwegblockade der äußeren Linie.
Ebenso gehen Überholungen im Bahnhof prima, wenn man die nicht haltende Linie über ein nie zum Halt genutztes Gleis durch- oder außen dran vorbei führt. Die Linienführung nutzt ein Punktesystem zur Wegfindung: An gar keinem Signal vorbei ist "besser" als an einem vorbei, das in Fahrtrichtung steht. Ganz schlecht ist, an einem Signal vorbei, das entgegen der Fahrtrichtung steht (auch wenn es kein Einbahnsignal ist). Dasselbe gilt für das Durchfahren von Bahnhöfen: Wenn kein Halt notwendig ist, aber ein Gleis außenrum führt, wird dieses bevorzugt.
Ich kann den Wunsch nach Wahlfreiheit des Gleises nachvollziehen, aber zielführend wäre die Diskussion erst, wenn das zugrundeliegende Problem mal genauer illustriert werden würde: @Auge und @Artan Macht mal Screenshots eurer Linien, der Problembahnhöfe und beschreibt den Verkehrsstau, den ihr erlebt.
Es wurde schon erwähnt, dass TF nicht OTTD ist. Das bedeutet für mich einerseits, dass man TF nicht mit den Feature-Erwartungen von OTTD spielen sollte. Die können nicht erfüllt werden. Es bedeutet allerdings auch, dass man TF nicht mit der Spielweise von OTTD spielen sollte - denn die ist von den Features von OTTD geprägt, TF ist aber ein anderes Spiel, hat eine andere Spielmechanik und muss deswegen anders behandelt werden.
Nur als wichtiges Beispiel für diesen Unterschied: In OTTD wird man Bahnhöfe immer als RoRo-Bauwerke anlegen wollen: Die Züge kommen von der einen Seite rein, verteilen sich auf ein beliebiges freies Gleis, und verlassen den Bahnhof auf der gegenüberliegenden Seite. Dies optimiert die Gleisfreigabe für nachrückende Züge und ist nachweislich die schnellste Methode.
In Trainfever kann man dieselbe Bauweise auch versuchen. Allerdings mit deutlichen Nachteilen: Entweder ist der Wendekreis, um in die entgegengesetzte Richtung weiterzufahren, nur mit der minimalen Geschwindigkeit von 46 km/h befahrbar, was den Zug auf dem Rückweg deutlich aufhält (alternativ auf dem Hinweg, oder auf beiden Wegen, wenn man den Bahnhof querstellt), außerdem muss zusätzliche Strecke gefahren werden. Oder der Wendekreis ist deutlich größer, dann muß viel mehr zusätzliche Strecke gefahren werden. In beiden Fällen würde ich behaupten, dass das schlichte Wenden im Bahnhof insgesamt schneller funktioniert, als die Variante RoRo von OTTD.
Ich habe bislang hier im Forum noch keine TF-Situation erlebt, die durch Linienoptimierung, und vor allem durch Signaloptimierung, nicht deutlich zu verbessern gewesen wäre. Dazu muss man aber sein OTTD-Wissen vergessen.
Also bringt bitte eure Details hier ein, damit die Diskussion fruchtbar geführt werden kann.