@qwert Was Du beschreibst ist doch gar nicht DDR-typisch. Das ist doch alles BRD/Deutsche Bundesbahn in den 50er / 60er Jahren. Das einzige was vielleicht DDR-typisch ist sind die Hochhäuser in Plattenbauweise. Aber Kleingärten am Bahndamm (gibt es noch heute), verrusste Häuser am Bahndamm, Hinterhofwerkstätten, kohlegefeuerte Wohnhäuser, Häuser mit noch nicht ausgebesserten Kriegsschäden - das ist doch alles mindestens genauso typisch für Westdeutschland. Zumindest war das alles normal in den 50er und 60er Jahren - mag natürlich sein, daß sich die Idylle in der DDR ein bisschen länger gehalten hat, als bei uns.
Typisch DDR ist für mich: Plattenbauhochhäuser statt Einfamilienhäuser, riesige Kolchosen statt bäuerliche Kleinbetriebe, und VEB-Grossbetriebe statt kleiner Hinterhofwerkstätten (VEB bedeutet: "Volkseigener Betrieb"). In der DDR wurden doch alle Produktionstätten verstaatlicht - die gab es nicht in Privatbesitz.
Die Kleingärten rechts und links gibt es übrigens schon seit der Länderbahnzeit. Die Eisenbahnverwaltungen haben bei der Planung der Bahnanlageb in weiser Voraussicht mehr Gelände aufgekauft als unbedingt notwendig.
Dieses Gelände hat man dann an Mitarbeiter als Kleingärten verpachtet.
Wenn eine Erweiterung der Bahnanlagen erforderlich war, konnte man die schnell wieder rausschmeisen und musste kein, vielleicht inzwischen teurer gewordenes, oder gar bebautes, Gelände neu kaufen.