Kapitel 2: Ein ostdeutscher Fernverkehrsbetreiber strebt in den Westen
Ein weiteres Kapitel startete 2002, dessen Ursprünge gehen jedoch bis in das 1898 zurück. Während der Amtszeit von Kaiser Wilhelm II. gründete sich in Frankfurt a.M. die AG für Bahn-Bau und -Betrieb. Später unter dem Namen Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft firmierend, verlor diese nach dem 2. Weltkrieg einen großen Teil ihres Bestandsnetzes im damaligen Mittel- und Ostdeutschland.
Im Jahr 1997 übernahm Connex 60 Prozent der Anteile an der Deutsche Eisenbahn-Gesellschaft. Im selben Jahr dehne sich die Gesellschaft wieder nach Osten aus und erwarb die Industrieanschlussbahn Neubrandenburg. Diese wurde daraufhin umbenannt und trug nun den Namen den Namen Ostmecklenburgische Eisenbahn (OME).
Bereits im Jahr 2001 wurde der Markenname InterConnex erschaffen. Erstmals am 1. März 2002 fuhren die bisher nur im Regionalverkehr eingesetzten Talent-Triebwagen der OME als InterConnex von Rostock nach Gera. Diese Verbindung gilt als erster privatwirtschaftlicher Fernzug in Deutschland.
Zum Fahrplanwechsel am 15. Dezember 2002 folgte der zweite Fernzug der Marke InterConnex, gefahren mit Siemens Desiro Classic-Triebwagen der Lausitzbahn. Dieser fuhr von Zittau nach Stralsund.
Ein weiteres halbes Jahr später, am 4. Juni 2003 folgte der InterConnex 3. Den Fuhrpark stellte hier erneut die OME. Im Gegensatz zu den ersten beiden Verbindungen kamen hier jedoch Wagenzüge zum Einsatz: Gezogen von fabrikneuen TRAXX-Lokomotiven kamen hier modernisierte Halberstädter Abteilwagen zum Einsatz.
Der InterConnex 3 fuhr von Rostock über Berlin, Halle, Kassel und Gießen nach Köln. Die Fahrt dauerte gut 12 Stunden.

(Eine erster Vorabeindruck, die Lok in Connex-Farben hat Beodeng gestaltet)