Beiträge von Miniadler

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    Wer heute die Güterzüge durch die Gegend rauschen sieht macht sich oft kein Bild davon, wie Personal intensiv gerade der Güterverkehr zu Beginn des 20. Jahrhunderts noch gewesen ist.

    Wo heute ein einsamer Lokführer seinen Zug von A nach B befördert, war um 1900 eine ganze Armada an Mitarbeitern pro Zug notwendig:


    Hinter der Lok folgte in den allermeisten Fällen der Güterzugpackwagen. Dieser war Arbeitsplatz des Zugführers ebenso wie der Ladeschaffner, diente aber ebenso als Transportmittel für Rottenpersonal oder andere Bahnbedienstete oder Bahnmaterial. In Pausen hielten sich hier auch die Bremser des Zuges auf, die in Zeiten vor der durchgängigen Luftbremse bei Güterzügen (die erst in den 1920iger Jahren weite Verbreitung fand!) den größten Anteil am Zugpersonal stellten. Auf dem Bild stehen v.l.n.r. zwei Ladeschaffner, der Zugführer und anschließend sechs Bremser. Der Herr mit Weste ist hierbei der Schlußschaffner:


    Eben dieser Schlußschaffner hatte seinen Platz im Bremserhaus des letzten Wagens. Von hier aus hatte er - wie der Zugführer am anderen Ende - den Zug zu beobachten und im Falle einer Zugtrennung den hinteren Teil des Zuges zum stehen zu bringen und abzusichern. Im Gegensatz zum normalen Bremser hatten sie eine bessere Ausbildung und eine bessere Bezahlung:


    Die "normalen" Bremser verteilten sich über die Länge des Zuges. Wie viele Achsen gebremst werden mussten, hing von vielen Faktoren ab, unter anderem natürlich vom errechneten Bremshunderstel.

    Viele Bremser waren durch ihr Häuschen mehr schlecht als recht der Witterung ausgesetzt und gerade im Winter waren Erfrierungen keine Seltenheit:


    Wenn man also heute wieder mal einen Containerzug o.ä. durch die Gegend flitzen sieht, sollte man auch immer wieder anerkennend an die früheren Generationen zurückdenken, als der Bahnbetrieb auf dem rücken unzähliger Mitarbeiter unter teils sehr widrigen Arbeitsbedingungen abgewickelt werden musste.


    Es grüßt

    Der Miniadler

    Der Zug und das liebe Vieh:


    Wie schön könnte das Eisenbahnerleben sein, wären da nicht solch störende Faktoren wie die Fahrgäste oder - noch schlimmer - die Umwelt.

    Lokführer Erich und sein Heizer Karl werden ihre Lok wohl ordentlich arbeiten lassen müssen, um die Verspätung wieder aufzuholen, denn wenn der Preuße eines nicht mag, ist das die Unpünktlichkeit seiner Bahn!

    Durch eine hartnäckige Erkältung in den letzten anderthalb Wochen zurückgeworfen hat sich nun doch ein wenig auf der Karte getan.

    Wie so oft handelt es sich um einen Mix aus Neuem und überarbeitetem Altem. Und mit letzterem geht es los, nämlich hier:


    Diese Einmündung gefiel nie so richtig und wurde nun überarbeitet. Die Gleise werden nun viergleisig über die Strecke nach Bärlingsberg geführt:


    Die eigentliche Einmündung wurde ein paar hundert Meter weiter neu errichtet:


    Die weiteren Neuerungen finden sich in Walburg. In der Nähe des Güterbahnhofs hat sich die Baustoffhandlung Franz Rosental niedergelassen:


    Das Gebiet unterhalb des Flugplatzes in seiner bisherigen Form:


    Hier hat sich bisher am meisten getan:


    Der Gartenbaubetrieb Kleist wurde mit Leben gefüllt:



    Walburg wächst stetig:


    Die bescheidenen Anlagen am Flugplatz:


    Immerhin hat sich eine örtliche Segelfluggruppe gegründet. Die Fluggeräte sind nicht mit denen von heute zu vergleichen:



    Völlig überarbeitet wurde das Gelände des "SV Walburg 1914":



    Gegenüber die Spedition Karl Hufnagel & Sohn:


    Der Bahnhof Walburg-Süd liegt an der Nebenbahn noch Oberseehausen:


    Großmann Filter GmbH:


    Walburg Textilwaren GmbH:



    Der Hauptbahnhof hat eine bescheidene Abstellgruppe erhalten:


    Es grüßt

    Der Miniadler

    Wie hast du es geschafft, das bei 3:15 die Schranken so früh schließen ?

    Gar nichts :D auch hier gilt wie bei allen Schranken im Spiel: je schneller der Zug, der sich nähert umso früher gehen die Schranken runter.



    Glaube die Bahnübergänge der MW schließen früher als andere

    Nope, ich hab nachgefragt. An der grundlegenden Mechanik wurde nichts geändert ;)

    Seit längerem mal wieder bewegte Bilder, diesmal vom Abschnitt von Bärlingsberg nach Walburg:

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    Es grüßt

    Der Miniadler

    Wirkliche Fortschritte gab es in diesem Jahr noch nicht auf der Karte, dafür ist der zuständige Baudezernent aktuell leider viel zu sehr in News Tower involviert...

    Dennoch hat es gereicht, in Midletal ein wenig um- und auszubauen. Für Vergleiche des bisherigen Zustandes empfehle ich Seite 55 dieses Threads.


    Midletal von Süden aus. Das Wohngebiet in Flussnähe wurde ausgebaut, das Gelände des Fussballvereins neugestaltet:


    "Mir ist sowas von am Arsch! Wo kommt die Schwein nur weg?!" - Platzwart Udo T. wird aktuell von einer Maulwurfplage heimgesucht:


    Die Georg Bloch Metallwaren GmbH:



    Gegenüber liegt die Heinrich Hafferlohe Kleber GmbH:




    Mitten in der Stadt hat die Gottlieb Taft Polstermöbel Fabrik ihr Domizil:


    Der neue Hauptfriedhof:



    Die Käserei von Arthur Blaumeier:


    Die Geschäfte scheinen gut zu laufen:


    Jakob Schimmerlos' Küferei:


    Am Güterschuppen ist Leben eingekehrt:


    Die Willi Winzig Schreibwaren KG:


    Die H.Juhnke Industrie-Alcohol GmbH hat einen kompletten Umbau erlebt:


    Hier wird Agraralkohol hergestellt. Links werden die angelieferten Rohstoffe gelagert, rechts die Anlagen zur Fermentation:


    Die Lagertanks für das Endprodukt:


    Das firmeneigene Kraftwerk:


    Da Ethanol hochentzündlich ist tut im Betrieb eine Dampfspeicherlok, liebevoll "Dicke Berta" genannt, Dienst:


    Es grüßt

    Der Miniadler

    Moinsen Farang121212

    Einige der dargestellten Industrieanlagen sind dem "Wikipedia-Rabbithole" zu verdanken: Man liest zu einem Thema etwas, klickt diverse Unterthemen an und zack - schon formiert sich was im Kopf.

    Auf dem zweiten Platz ist der Gang mit offenen Augen durch die Welt, man findet auch in der eigentlich bekannten näheren Umgebung immer wieder neues und interessantes.


    Der nächste Schritt ist dann meist eine zweiteilige Google Suche: zum einen hats diese Industrie im von mir dargestellten Zeitraum in Deutschland gegeben und zweitens wie haben diese Anlagen ausgesehen.

    Falls ja, folgt die Überlegung mit welchen Mods etwas annähernd glaubhaft darzustellen ist. Der Rest ist dann "trial and error": bauen, vergleichen, abreissen, neubauen. Auch wenn das Abreißen teilweise schwerfällt bin ich mit dem Ergebnis danach meistens doch zufriedener als vorher (und falls nicht hat man ja schlauerweise vorher gespeichert und kann zurückgehen ;) ).


    Bei den Betriebswerken für die Bahn sind es mittlerweile einfach die Jahrzehnte an generellem Interesse an diesen Anlagen und den durch dieses Interesse angeschafften Bücher zum Thema....


    Es grüßt

    Der Miniadler

    Der Bahnhofsvorplatz in Bärlingsberg hat eine kosmetische Überholung erhalten:




    An der Rampe des Postbahnhofes ist ebenfalls Leben eingekehrt:


    Die Wagenabstellgruppe hat einen weiteren Übergang erhalten:


    Blockstelle 9 bei Midletal hat ein neues Haus spendiert bekommen:



    Alte Modellbahner-Regel: Bahnhofsein-/ausfahrt in die Kurve legen. Spart Platz und sieht besser aus:


    Viel Betrieb in Walburg:


    Preußentreffen:










    Es grüßt

    Der Miniadler