Beiträge von Rauschpfeiff

Willkommen in der Transport Fever Community

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    Das Häuschen setzen ist für mich uninteressant geworden, weil man für Autoverkehr immer einen Straßenanschluss braucht. Das finde ich einfach hässlich, auch der Grund warum ich sowas an meinen Gebäuden niemals anbringen werde.



    Dafür ist mir der Autoverkehr einfach egal geworden :D
    Frisst eh nur Leistung ohne Ende und eine Welt mit sehr viel weniger PKWs wäre ohnehin sehr viel schöner. Ich setze zwar ab und zu welche zur Deko, aber der fehlende Straßenverkehr stört mich nicht. Umso mehr Wert lege ich da auf abwechslungsreiche Bebauung.

    Ich hab' ja schonmal gesagt: Das Game meiner Träume wäre eine Kombi aus Cities:Skylines und TPF2. Verkehr usw. von TPF2 und Gebäude/Städtebau von C:S.

    Stelle dir mal vor, ein stinknormaler Hetero bekommt keine Wohnung und keinen Job.


    Wohnungsnot ist allgemein ein großes Problem. Aber hier geht's ja um einen konkreten Kontext und nicht um "stinknormale Heteros". Die haben im Zweifel auch oft große Probleme eine Wohnung zu kriegen. Aber hier geht's eben um einen Punkt auf der möglichen Problemliste, der auf sie nicht zutrifft. Ist doch eigentlich nicht schwer zu verstehen.

    Sollte ein Chef oder ein Vermieter das machen, dann hat er eine Klage am Hals wegen Diskriminierung


    Auch da musst du erstmal die Möglichkeit haben, so etwas anzustrengen: Bestenfalls 'ne Rechtschutzversicherung, ansonsten das Wissen darum, wie man vorgehen kann, wenn man mittellos ist und Rechtschutz sucht, usw. usf. Und du musst es belegen können. Zu wissen, wie man mit sowas umgeht und dabei professionelle Hilfe zu haben, ist auch in unserer Gesellschaft nicht selbstverständlich.


    Zu den Dating-Apps usw.: Ja, das ist richtig. Aber um Menschen, mit denen du dort in Kontakt getreten bist (falls du diese Form der Kontaktaufnahme überhaupt magst), wirklich treffen zu können, musst du Zugang zu Orten haben, an denen du dich damit wohlfühlst. Du musst Geld für Besuche in Clubs oder Cafés usw. haben. Du musst Geld für die Anfahrt haben, was im ländlichen Raum auch oft mit Problemen verbunden ist. Du kannst nicht einfach in der nächsten Dorfdisco Leute ansprechen und kennenlernen, wie die Mehrzahl deiner heterosexuellen Freund*innen. Auch 2021 nicht. Je nachdem, ob du arbeitest oder nicht arbeitest und welchen Bildungsweg du einschlagen konntest, sind deine Möglichkeiten, Menschen kennenzulernen, entweder erweitert oder eingeschränkt.
    Ob du dich als LGBTI* frei entfalten kannst, ist stärker als bei Menschen, die traditionelle Wege gehen können, eben auch von deinen wirtschaftlichen Möglichkeiten und deinem sozialen Status abhängig. Durch Prekarisierung sind deshalb LGBTI* in stärkerem Maße beeinträchtigt.

    Das Beispiel mit der Möglichkeit, einen Platz im Abteilwagen zu buchen, gehört deshalb für mich durchaus in diese Diskussion. Sichtbar gemachte Ablehnungen (die ja nicht erst bei Pöbeleien anfangen) kommen weiterhin vor. Auch an Orten, an denen man damit nicht rechnen würde. Und Menschen, die schwere Mobbingerfahrungen machen mussten, stecken so etwas im Zweifel nicht so leicht weg, bzw. haben ein nachvollziehbares Interesse daran, so selten wie möglich mit so etwas konfrontiert zu werden. Und diese Möglichkeit hat man eher, wenn man über die dazu notwendigen Mittel verfügt. Wie gesagt: Das war nur ein eher harmloses Alltagsbeispiel.


    Natürlich "erlaube" ich dir diese Frage :)
    Ja, ich bin selbst schwul. Einige der Dinge, die ich hier beschrieben habe, habe ich phasenweise selbst erlebt. Alles andere kenne ich nicht nur aus meiner wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem Thema, sondern auch aus meinem Freundes- und Bekanntenkreis aus erster Hand und nicht zuletzt aus seelsorgerlichen Kontexten. Ich habe persönlich natürlich auch sehr viele positive Erfahrungen gemacht. Wir hatten oft sehr viel Glück, gerade mit der Wohnungssuche. Aber ich habe auch an Orten, die man beim besten Willen nicht als "rückständlich-konservative Löcher" bezeichnen würde, schon Dinge erlebt, die ich nicht erwartet hätte. Und ich weiß auch, wann ich selbst bessere Möglichkeiten hatte, damit umzugehen und wann nicht.
    Und, damit wir uns da nicht falsch verstehen: Ich freue mich sehr darüber, daß du so positive Erfahrungen gemacht hast und in einem so guten Umfeld lebst, wie du es hier beschreibst :)
    Ich bitte dich aber auch, offen dafür zu bleiben, daß du deine eigene Erfahrung nicht verallgemeinern kannst.


    Das bedeutet nicht, daß alles viel viel schlimmer wäre, als du es wahrnimmst. Aber es gibt eben immer noch einen ganzen Haufen tiefgreifender Probleme, die immer noch Menschen in ihrer Lebensführung massiv beeinträchtigen und nicht selten zu schweren psychischen Belastungen führen. Das hat mich selbst zum Glück nie so stark betroffen. Bei meiner besseren Hälfte zum Beispiel sah das aber schon wieder ganz anders aus. Und die Möglichkeiten, damit klarzukommen, werden immer durch deine wirtschaftlichen Möglichkeiten eingeschränkt oder ausgeweitet.

    Daß also eine Politik, die zu mehr sozialen Problemen und zu mehr Prekarisierung führt, LGBTI* in besonderem Maße belastet, ist eine schlicht logische Folge. Darauf will ich hier hinaus. Ich kann deshalb Unternehmen, die eine Politik unterstützen und mit betreiben, die Prekarisierung begünstigt, nicht uneingeschränkt als Allies wahrnehmen.
    Und ich sehe nicht, daß wir uns da gegenwärtig weiterhin auf einem guten politischen Weg befinden würden, sondern eher auf dem Weg zu Rückschritten.

    ich bezweifle dass ein schwuler Multimillionär glücklicher ist als ein schwuler Hartz IV Empfänger.


    Ein schwuler Multimillionär kann im Zweifel sehr viel leichter Hürden umschiffen als ein schwuler Empfänger von Sozialleistungen. Durch rechtliche Rahmenbedingungen wie Eherecht usw. allein ist es da nicht getan. Natürlich sind Mittel- und Nordeuropa usw. relativ lebensfreundliche Orte, ohne Frage. Aber es ist auch heute noch für LGBTI* im Zweifel schwieriger, einen guten Job oder eine gute Wohnung zu bekommen, sich nicht überall in der Bürokratie doppelt und dreifach erklären zu müssen, genug Mittel zu haben um die im Vergleich zum heteronormativen "Standard" aufwändigeren Aktivitäten nutzen zu können, die Partner*innensuche usw. ermöglichen, Zugang zu Therapeut*innen usw. bei Konflikten zu haben, usw. usf. All das ist leichter, wenn man entweder als heterosexueller Mensch traditionelle, überall vorhandene Wege gehen kann oder als Mensch mit besseren wirtschaftlichen Möglichkeiten erleichterten Zugang zu alternativen Wegen finden.


    Allein schon, um ein ganz harmloses Beispiel zu bringen, wenn man mal völlig sorgenfrei und ohne überhaupt nur daran denken zu müssen, daß man negative Reaktionen ernten könnte, zum Beispiel im Abteil in den Urlaub fahren möchte und nicht im Großraumwagen. Das ist heute schon schwer genug und war in den letzten Jahren auch da, wo es noch Abteilwagen gibt, eigentlich nur noch in der 1. Klasse möglich. Und das ist einfach nur ein ganz alltägliches Beispiel unter Tausenden.


    Und das ist ja nur die ganz praktische Dimension. Daß die gesellschaftlichen Verwerfungen, zu denen diese Politik führt (von den absehbaren allgemeinen Verwerfungen der nächsten Jahrzehnte ganz zu schweigen), minderheitenfeindliche Politik begünstigen, auch da, wo man damit jetzt noch nicht rechnet, ist die andere Seite der Medaille. Wir stehen kurz vor einem Kanzler Laschet, dessen Referententeam von erzkatholischen Traditionalisten dominiert wird. Laschet macht einen reinen "Proll"-Wahlkampf: "Die anderen wollen euch eure Autos, eurer Grillfleisch, euren Malleurlaub und eure sexistischen Sprüche verbieten." Viel mehr ist da ja eigentlich Inhaltlich nicht. Davon kann man sich ja vielleicht gerade noch nicht so direkt betroffen fühlen. Man kann sich auch als LGBTI* von einzelnen Aspekten dieses Wahlkampfes angesprochen fühlen. Aber: Solche Botschaften perlen nicht einfach an einer gerade noch als relativ angenehm empfundenen Realität ab. Sie schaffen auf Dauer neue Probleme oder beleben Probleme neu, die überwunden schienen.


    Und was die DB betrifft:

    Ich kann diese Art von Politik nicht von der DB als Unternehmen trennen. Damit meine ich nicht die Eisenbahner*innen, ich komme selbst aus einer halben Eisenbahnerfamilie. Aber diese Politik bestimmt die Unternehmenspolitik der DB und daran sollte man auch ihr Marketing messen. Die überwältigende Mehrzahl der Menschen, die bei der DB arbeiten, sind da wieder eine völlig andere Größe.

    Also, mal ganz grundsätzlich:

    Eine Überdosis Gin kann schonmal dazu führen, daß das Gehirn zeitweilig auf Autopilot segelt ;)
    Ich denke nicht, daß man dem mit allzu großer Empörung begegnen muss, dazu ist es mir hier zu harmlos, sondern man muss es einfach nicht immer ernst nehmen.

    Die Glaubwürdigkeit und die evtl. Inkonsequenz von Unternehmen oder Einzelpersonen, die gerne mit ihrem "Ally"-Status hausieren gehen, darf man dagegen schon kritisieren, finde ich. Mit seriösen Mitteln.
    Die DB steht für eine Politik, die viele Menschen erwerblos gemacht hat, für einen beispiellosen Raubbau an Infrastruktur und öffentlichen Mitteln, für Lohndumping im Verkehrssektor, für ein systematisches Untergraben aller Anstrengungen, mehr Menschen zur Nutzung des SPNV zu bewegen und für die Übertragung des Discountprinzips auf den öffentlichen Nahverkehr.
    Die DB ist ein Unternehmen, das hier zwar öffentlichkeitswirksam Grundrechte bejaht, was eigentlich selbstverständlich sein sollte, aber gleichzeitig mit dazu beiträgt, soziale Zustände zu schaffen und zu verschärfen, in denen Minderheiten immer die Leidtragenden sind und in denen Propaganda gegen Minderheiten dazugehört wie der Senf zur Bratwurst. Sie ist ein Unternehmen, das es nicht gäbe, wenn es nicht durch die neoliberale (Auch ein in Gin eingelegtes blindes Huhn findet mal ein Korn) Entsolidarisierungs- und Privatisierungspolitik notwendig geworden wäre, die immer wieder soziale Schichten hervorbringt, in denen LGBTI* schlechter aufwachsen und schlechter leben können, als in sozial gesicherteren Umständen. Das ist nunmal trauriger Fakt. Und da hilft auch ein Regenbogen-ICE nicht. Prekarisierung untergräbt immer Menschenrechte, auf vielfältige Weise. Und Unternehmen, die schon durch ihren Gründungszweck die Prekarisierungsspirale weiter am Laufen halten, können auch für mich deshalb keine glaubwürdigen Allies sein. Ganz gleich, ob das jetzt die DB ist oder Unternehmen der Auto- und Energiewirtschaft, Discounter, Immobilienunternehmen, usw. usf.


    Die verkorkste Gesellschaft, die diese Art zu Wirtschaften hervorbringt, ist niemals ein lebensfreundlicher Ort für LGBTI*. Auch wenn man das vielleicht etwas weniger spürt, wenn man sozial privilegierter ist.
    Sie kann am Ende nur einen Backlash hervorbringen. An dieser Schwelle stehen wir gerade.

    Ich halte es nicht für sinnvoll, anderen empfehlen zu wollen, wieviele Mods man gebrauchen solle. Wir spielen hier doch alle mit völlig unterschiedlichen Prioritäten. Manche spielen vanillalastig mit KI-Städten und wenigen Mods. Ich zum Beispiel spiele mit ~300 aktiven Mods, einer größenwahnsinnigen reinen Schönbau-Map ohne KI-Städte und ohne PKW-Verkehr. Bei einer größeren Region mit dichtem Liniennetz und mit Schönbaubesiedelung kommt man ohne zahlreiche Mods natürlich nicht aus. Ob da etwas "reicht" oder nicht liegt am individuellen Spielverhalten. Und es macht ja gerade den Reiz von Spielen wie TPF2 aus, daß man die Freiheit hat, hier großzügig zu wählen. Entwicklerseitig tut man also gut daran, verschiedene Modi spielbar zu halten und zu fördern.

    Es dauert andernfalls immer ewig, bis man sieht ob ne Strecke irgendwas bringt.


    Ich mache einfach immer irgendwas anderes, bis sich eine Strecke eingefahren hat. Es gibt ja immer noch genug kleine Käffer am Rand und Zubringerbuslinien usw. zu gestalten.

    Ich spiele ja eine sehr große Schönbaukarte ohne PKW-Verkehr. Ich mag das, aber ich kann verstehen, daß man damit nicht zufrieden ist.

    Das verschafft mir natürlich auch einen viel größeren Performancespielraum.

    Also ich habe vor TFP2 lange C:S gespielt, auch mit wirklich exzessivem Modgebrauch und mit meinen 32 GB RAM hielt der Spielspaß auch bei dicht bebauten großen Karten lange an. Man muss halt irgendwann sinnlose Performancefresser abschalten (Tiere, übertrieben viele Bewohner usw.), aber das geht mit entsprechenden Mods eigentlich ganz gut. Da kann man viel rausholen.

    C:S ist halt für den Städte-Schönbau ideal. Da trennen TPF2 und C:S wirklich Welten. Die Transportsimulation im Eisenbahnbereich aber und die schiere Größe der möglichen Netze ist bei TPF2 logischerweise besser. Die Straßenbahnen dagegen sind bei C:S ästhetisch deutlich besser umgesetzt.


    Wenn irgendwann eine Symbiose aus C:S und TPF auf den Markt käme, wäre das mein Allzeit-Lieblingsgame.

    Beim ersten ausschwärmen von Fahrzeugen auf einer Linie sucht sich das Fahrzeug einen Haltepunkt und fährt an anderen Haltestellen vorbei


    Das Prinzip nachdem das funktioniert hab' ich übrigens auch noch nie verstanden. Bei Bahnlinien ist das ja noch recht einleuchtend (wenn die Fuhre nicht gerade mal wieder die halbe Karte umrundet, um zu einer Haltestelle zu kommen, die ein paar Hundert Meter vom Depot entfernt ist, trotz vorhandener Direktverbindung). Aber bei Buslinien da war das teilweise noch erratischer.

    Aber nur weil einer was labert sollte man sich noch nicht direkt so sehr aufregen


    Grundsätzlich ja. Aber in dem Fall, um den es hier geht, sehe ich das kritischer. Wenn Influencer wie AKB vor ~1,1 Mio. Followern homophoben (oder antisemitischen) Dreck erzählen, dann ist das 'ne andere Hausnummer, als wenn irgendein Vogel neben dir in 'ner Kneipe Blödsinn labert.

    So hat eben jeder seine Eigene Meinung und die muss auch von jedem toleriert werden, egal ob sie einem gefällt oder nicht.


    Das ist halt, da wie bei anderen Themen auch, immer ein zweischneidiges Schwert. "Meinungen" kommen ja in ganz unterschiedlichen Umständen daher. Natürlich sollte man es meistens tolerieren können, wenn einer in der Kneipe sitzt und Blödsinn erzählt. Wenn Leute aber zum Beispiel 'ne Propagandagruppe gründen, die mit manipulativen Methoden versucht, Einfluss auf die Gesellschaft zu nehmen, der Menschen direkt schaden könnte, dann sieht's schon wieder anders aus. Das ist etwas, das immer neu ausgehandelt werden muss. Ich halte es für falsch, den Begriff "Toleranz" da über Gebühr zu strapazieren.

    "Toleranz" meinte ursprünglich vor allem religiöse Toleranz und in dem Zusammenhang hat die Sache ja auch ihr Recht. Glaubensfragen sind nicht objektiv beweisbar oder widerlegbar. Toleranz in religiösen Fragen ist eine Grundvoraussetzung für ein demokratisches Gemeinwesen. Wenn aber jemand behauptet, Homosexuelle seien krank und gehörten in Behandlung oder Frauen oder Menschen anderer Hautfarbe seien anthropologisch minderwertig und dürften nicht dieselben Rechte genießen, dann wird "Toleranz" selbstzerstörerisch. Für solche Fälle war der Begriff auch eigentlich nie gedacht. Wenn der Begriff "Toleranz" dazu führt, daß man am Ende Nazis oder Islamisten (oder neoliberale Menschenschinder) mit Samthandschuhen anpackt, dann wird der Begriff zur absurden Parodie.
    Das ist eben das Problem, wenn aus einem geprägten Begriff ein hohles Schlagwort je nach politischer oder schlicht phraseologischer Marktlage wird.

    Leute, nochmal zum Thema Update und Soundbug:


    Ich bin's jetzt mal ganz systematisch durchgegangen. Also auf 'ner ruhigen Ecke angefangen und immer weiter vorgearbeitet und geschaut, wann die erste Lücke kommt.
    Und ich habe seitdem schwer den O405 (Steam) unter Verdacht.

    Könnte evtl. mal jemand, der sich damit besser auskennt als ich, mal schauen, ob da ein Fehler im Soundset vorliegt?

    Vielen Dank schonmal im Voraus!

    Gibt es sowas überhaupt in echt?


    Aber ja!

    So richtig eingebürgert hat sich das mit dem Aufkommen der ersten Triebwagen in den 30ern. Die meisten Haltepunkte, die in den 50ern für die damals neuen Schienenbusse errichtet wurden, waren Bedarfshalte. Viele solcher Haltepunkte an Hauptstrecken sind in den 70ern und 80ern wieder verschwunden. Besonders heftig war das zum Beispiel in Norddeutschland oder im Raum Siegen.
    Auf vielen Nebenstrecken haben solche Bedarfshalte aber die Zeiten überlebt.

    Im Raum Frankfurt war diese Praxis weniger verbreitet. Allenfalls im südlichen Odenwald, an der Vogelsbergbahn oder im Ahrtal gab es meines Wissens ein paar Bedarfshalte. Nach dem Verschwinden der Schienenbusse (oder der Stillegung der Strecken) hörte das auf. In anderen Regionen ist das heute noch stinknormal.
    In der Schweiz zum Beispiel gibt es auf vielen Regionalstrecken Bedarfshalte und Haltewunschknöpfe im Zug.
    Auf den oberbayerischen Nebenstrecken, auf denen früher die Mühldorfer Schienenbusse fuhren (bes. nach Aschau/Waging usw.) sind auch heute noch so gut wie alle Unterwegshalte Bedarfshalte.

    Ein Bedarfshalt muss halt überschaubar sein, damit bei der Anfahrt sichtbar ist, ob jemand wartet oder nicht. Und die Leute müssen halt darauf aufmerksam gemacht werden, daß sie sich beim Zugpersonal melden müssen, wenn sie aussteigen wollen. Dieser Modus rettete viele schwach frequentierte Haltepunkte vor der Stillegung oder machte ihre Einrichtung überhaupt erst möglich. Eigentlich ein gutes Prinzip.