Übergang Stadt zu Land im Schönbau

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  • Hi,


    Ich habe mal eine Frage an die Schönbauer hier. Mir fällt es sehr schwer einen schönen Übergang aus einer Großstadt in einen ländlicheren Bereich zu finden. Also das das ganze einfach natürlich aussieht. Habt ihr da irgendwelche Tipps?


    LG

    Jakobix

  • Häufig gibt es Vororte, wo dann vielleicht kleinere Häuser stehen, aber es gibt auch die Situation, dass Großwohnsiedlungen am Stadtrand das Ende bilden, bei denen dann vielleicht ein Grünstreifen oder ein paar Bäume den Rand bilden und danach "Land" kommt (Felder, Wald, etc.).


    Allgemein hilft es immer sehr, einfach mal Karten anzuschauen, wie das denn da aussieht.

  • ... oder hinfahren und gucken, wenn Du in der Nähe einer Großstadt wohnst.

    Etwas ab vom Stadtzentrum kannst Du alte Dorfkerne modellieren. Die können abrupt in Äcker übergehen(Köln-Merheim rechtsrheinisch; Tübingen-Derendingen), von neueren Siedlungsflächen umgeben sein (Köln-Bickendorf) oder einzeln stehend mit größeren Neubausiedlungen (Köln-Widdersdorf).

    Gut, Tübingen ist keine Großstadt, aber beim Erreichen von 100000 Einwohnern gestaltet sich eine Stadt nicht schlagartig um. Und ich kenne die Situation halt.

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  • Meist hilft auch ein Blick in GoogleMaps, Earth oder ähnlichen Kartendienste, die Satellitenbilder anbieten.

    Einen wirklich fließendem Übergang hat man da eher selten, aber man kann sich Anregungen holen...

    Der Mensch ist nicht das, was er vorgibt zu sein - er ist das, was er verbirgt!

  • Schau Dir den Norden von Oberhausen (Rheinland) an. Sterkrade-Mitte - Schmachtendorf / Königshardt

    I5-7500, 16GB DDR4 RAM, GTX1070 8GB, Festplatte Crucial BX500 SSD 1TB

    Industie- u. Verkehrsgigant, ab 2005: LOCOMOTION, ab 2017 TF, TpF - SimCity 1-4, ANNO 1602-1404, Civilization 2-4 - und und und...

  • Noch mal etwas mehr ins Detail gehend:

    In Deutschland gehört jeder Quadratzentimeter irgendjemandem, und unterliegt auch sonst rechtlichen Auflagen. So gibt es Ackerland - Bauerwartungsland - Bauland. Auf einem Acker darfst Du kein Haus bauen, auch wenn er Dir gehört und wenn Du energie- und wassertechnisch autark sein willst. Ackerland kostet im Vergleich zum Bauland einen Appel und ein Ei.

    Daraus folgt schon so ziemlich, daß der Übergang zwischen Stadt und Land(schaft) abrupt ist - es gibt kein/kaum "Ausfransen" einer Siedlung, außer gelegentlich einem Aussiedlerhof. Mit dem Blick auf wenige Meter hast Du daher eigentlich immer eine Abfolge senkrecht zum Stadtrand:

    A - B - C, wobei sein kann:

    A: Bebautes Grundstück, Baugrundstück (selbst wenn seit Jahrzehnten unbebaut), Sportplatz o. ä.. Mindestens das bebaute Grundstück kann mit Zaun, Hecke oder gar nicht begrenzt sein. Wie das genau aussieht, sollte irgendwo einem Konzept folgen; wenn Du pedantisch bist (was wahrscheinlich zu guten Ergebnissen führt), bekommt jede Siedlung ihre eigene Geschichte; hier relevant ist z. B. ob Dorf/Stadt/Vorort die Industrialisierung verschlafen hat und nicht gewachsen ist, oder ob es sich um einen neuen Schlafvorort oder ein Industrie- oder Gewerbegebiet handelt, ... . Danach bestimmt sich das Alter und die Art der Gebäude.

    B: Feldweg, Straße, nix, Bach. Gelegentlich auch gepflegte oder ungepflegte Gartengrundstücke. Eine Straße ist eher ungewöhnlich; auf der Feldseite ist dann oft Bauerwartungsland, auf dem man noch nicht bauen darf. Du kannst das z. B. durch schon vorhandene Infrastruktur, Kanaldeckel, Rodung etc. andeuten. Bach natürlich nur, wenn es die Landschaft hergibt; Wasser fließt so ungern bergauf. Auf der anderen Seite ist ein Bach eine recht natürliche Siedlungsgrenze - es sei denn, er geht mitten durch die Siedlung.

    C: Acker, Wiese, Wald, Brache, Sumpf, Heide. Jedenfalls Landschaft. Auch hier ist ein Konzept wohltuend. Äcker sind nicht zu steil, damit der Trecker nicht umkippt. Ein Geestrücken ist in der ganzen Länge für die Landwirtschaft fast unbrauchbar, nicht nur ein Teil davon. Sumpfige Talauen enden nicht irgendwie, sondern an Geländestufen oder Entwässerungsmaßnahmen.


    Ansonsten kannst Du A, B und C relativ frei kombinieren, so daß kaum Langeweile aufkommen sollte. Und da wir bei TpF sind: In kleineren Städten mit Bahnknoten können die Bahnanlagen durchaus aus der Ortschaft herausgucken. Ich habe mir diesbezüglich mal Horb am Neckar angeschaut. Oder bei einer nicht ganz so kleinen Ortschaft: Der ehemalige Rangierbahnhof Darmstadt-Kranichstein.

    Ablativus mors de genitivo

  • Alles klar, danke euch allen!!


    Noch eine Frage:

    Wenn ihr zum Beispiel Stadtbahnen oder Straßenbahnen baut, wie viele Stationen haben die so? Weil die Städte sollen ja nicht so groß sein, weil sonst direkt die ganze Map voll ist aber es soll ja trotzdem realistisch aussehen...

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  • Ich habe bisher noch nicht viel anderes als Real-Nachbau gemacht. Ich würde aber vom Großen ins Kleine gehen. Also ein oder zwei große Städte definieren, und ein bis vier mittelgroße (bei einer mindestens großen Karte). Die "Großstädte" im Schönbau sind meistens viel kleiner als in der Realität, wo auf einer sehr großen Karte (16x16 km) gerade mal Mainz+Wiesbaden draufpassen. Dann ist Elefantenhausen, nein, Rüsselsheim, aber nicht mehr drauf.

    Jedenfalls würde ich höchstens diese großen und mittelgroßen Städte mit einem Straßenbahnsystem versehen und erst deren Größe definieren, dann den Haltestellenabstand (die TpF2-Sims laufen nicht so weit zur nächsten Haltestelle wie wir Menschen - gezwungenermaßen). Die Zahl der Haltebahnstraßenstellen ergibt sich dann. Wenn Du bei Deinem Setup kein Geld verdienen mußt, kannst Du auch erst mal die Strecken bauen und schauen, ob Dir die drei Haltestellen zu blöd vorkommen. Dann mache halt den Abstand kleiner oder die Stadt größer und streiche ein paar Dörfer.

    Als Variante kannst Du auch eine Überlandstraßenbahn bauen.

    Jedenfalls finde ich die Großstädte aus der TpF-Kampagne ziemlich klein, und sie bieten doch genügend Haltestellen für eine Straßenbahn.


    Wenn Du alle Häuser selbst setzt, sind Stadtgröße (Zahl der Häuser / Fläche) und Einwohnerzahl unabhängig voneinander. Du kannst die CPU-Last also entsprechend steuern.

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