Ich will keinem zu nahe treten, aber niemand tut sich einen Gefallen wenn man einer LLM einen Fließtext runterrattern lässt. Die Steam-Beschreibung ist die schlimmste, die ich eh gelesen hab. Man könnte natürlich noch argumentieren, das es ne schlechte Übersetzung ist und das stimmt. Die englische Beschreibung ist weniger hollprig, nur, die Formulierungen die ich da lese kenn ich nur aus Unterhaltungen mit LLMs.
Das ließt sich für mich so, als ob da jemand kaum die Mühe gemacht hat, es ernsthaft zu überarbeiten.
Die Spielidee ist definitiv keine schlechte, aber ein MMO veröffentlichen wollen braucht viel Know-How und Arbeitskraft. Dank LLM-Technologie deutlich weniger als früher. Ja ok, aber nicht ohne Grund hat sich daran bisher kaum jemand versucht und die, die es versucht haben sind gescheitert. Und zwar nicht, weil sie die technische Seite nicht hin gekriegt haben, sondern weil das Spielprinzip entweder nicht dauerhaft genug Geld abwerfen konnte, oder eine Bezahlschranke die Spielerschaft direkt vergrault hat. 
Ich häng mich jetzt mal nicht weiter an der Formulierung auf sondern versuch mich auf den Inhalt zu konzentrieren:
So wie sich die Idee des Entwicklers in dem Fließtext ließt, sollen sich die Spieler in bis zu 255 Unternehmen selbst organisieren und gegeneinander Konkurrieren, alle auf der gleichen Spielwelt (Erde). Später wird von bis zu 500 Spieler geschrieben, die dedizierte Server mit High-End Hardware maximal hin kriegen. Schwache Rechner dagegen nur ne Hand voll.
Kein Geld. Nur Fracht von A nach B, man "baut" sich selbst seine Fahrzeuge. Auch Industrien muss man "bauen", also dann überhaupt erst mal Güter dahin damit diese entstehen?
Im Text kommt auch vor, das man Städte "satt" machen muss. Es wird auch von tiefen Produktionsketten (bis zu 9 Ebenen) gesprochen.
Schienen müssen ebenfalls "gebaut" werden, und nicht nur das, sie bestehen aus ihren individuellen Bestandteilen: Schienen, Schwellen, Schienenbefestigung und Schotter
Je nach dem was dort gewählt wird, sollen sie unterschiedliche Eigenschaften haben, erwähnt wird aber nur, falls ich das richtig interpretiere, Geschwindigkeit. Ach ja und das Wort "billig", allerdings gibs ja kein Geld, dafür wird erwähnt, das man Recycling betreibt. Es wird erwähnt, das selbst Fahrzeuge später "zu Schienen" werden können. Genau genommen ist davon die Rede, das man beim Abreißen Schrott erhält und das kann man dann wieder nutzen.
Die Idee des Rangierbetriebs bzw. sogar Rangierbahnhöfe ist dagegen schon etwas ausführlicher und verständlicher. Die "gebauten" Züge werden Rangierbahnhöfen zugeordnet. Loks erhalten noch eine Übergeordnete Zuordnung welche Aufgabe sie erfüllen sollen: Rangierlok, Streckenrangierlok, Schiebelok, Schnellzug, Reisezug, gemischter Zug, Nahgüterzug oder Ferngüterzug
Damit darf dann ein "Rangiermeister" daraus Zugverbände durch rangieren erstellen.
Schiffe und Flugzeuge solls ihrer Epoche entsprechend geben, genau so wichtig und nützlich wie die Eisenbahn. In den Erklärungen hier sind sogar Güterarten erwähnt.
Besonders Beton: Und noch etwas zum Betrieb einer Fluggesellschaft hier: Dein Aufstieg hängt am Beton. Eine Landebahn entscheidet, wie schwer ein Flugzeug sein darf, das auf ihr landet, und Beton muss hergestellt und herangefahren werden.
Dann gehts endlich etwas tiefer ins Gameplay rein:
Quellindustrien sollen bereits existieren, oder zumindest ohne das Fracht transportiert werden muss entstehen können. So interpretier ich den seltsamen Text zumindest.
Fabriken müssen laut Text "gebaut" werden. Und dazu steht hier auch noch: Du entscheidest, was wo produziert wird, und baust die Kette, die es versorgt: 199 Güter, von Eisenerz und Rundholz am einen Ende bis zu integrierten Schaltkreisen und Trägerraketen am anderen, mit Ketten von bis zu neun Stufen. Eisenerz, Koks und Kalkstein werden zu Roheisen; Roheisen wird in zwei verschiedenen Gebäuden zu Schmiedeeisen und Gusseisen; daraus werden Kessel, Rahmen und Radsätze, und daraus wird eine Lokomotive.
Dann wird Energie als wichtiger Punkt erwähnt: Kraftwerke für Strom, Gas und Kohle die dann die Energie an Fabriken, Städte und an die eigene Infrastruktur angeschlossen werden müssen.
Auch Wassertürme, Bekohlungsanlagen, Tankstellen und Oberleitungen die an Kraftwerke angeschlossen werden müssen wird erwähnt.
Städte benötigen zuerst Nahrung, dann Kleidung und Möbel, dann Medizin, und dann irgend welche "Annehmlichkeiten".
Du weist ihre Flächen aus – Wohnen, Gewerbe, Industrie und Gemeinbedarf – und zum Gemeinbedarf gehören die Schulen und die Universitäten.
So weit, so gut, klingt noch recht Rudimentär, aber ok. Dann schreiben sie allerdings noch, das fortschrittlichere Fabriken nicht irgend wo errichtet werden können, sondern von der Bildung abhängen, z.B.: Das Halbleiterwerk steht nicht dort, wo es dir gefällt. Es steht dort, wo du dreißig Jahre lang Schulen gebaut hast.
Dazu darf man über eine Stadt erst bestimmen, wenn man diese als erstes an sein Netz angeschlossen hat. Und das darf auch nur der Spieler, welcher das als erstes gemacht hat. Dieser kann die Stadt aber wieder verlieren, wenn eine Nachfrage nicht ausreichend bedient wird.
Außerdem ist von 5 Stadtgrößen die Reden, erwähnt sind Kleinstadt und Megastadt.
Man soll Autos, LKW und Busse an eine Stadt liefern. Autos und Busse vergrößern den Radius, aus dem Menschen zu deinem Bahnhof kommen, Lkw vergrößern den Radius, in den sich deine Güter von dort verteilen. Nach bereits 12-18 Jahren sollen diese schon wieder zu Schrott werden und sich der "Kreislauf" der Güter schließen.
Dann wird Zeit als wichtiger Faktor erwähnt. Auch kommt hier nicht zum ersten mal die Formulierung "diesen Monat" vor.
Ließt sich für mich zwischen den Zeilen schon etwas wie bei F2P Handyspielen: super lange Wartezeiten bis etwas fertig ist.
Bedeuten kann das aber am Ende auch ganz was anderes.
Steamworkshop aka Mods sind ausgeschlossen. Dafür: Was du dir sonst per Mod eingebaut hättest, bauen wir lieber selbst. Sag uns, was fehlt.
Dann Forschung: 130 Technologien die Fähigkeiten und Boni freischalten.
Geforscht wird in Universitäten, die du baust und versorgt halten musst – erst mit Büchern, dann mit Maschinen, dann mit Computern. Eine unversorgte Universität arbeitet langsam.
Ohne Stadt also überhaupt keine Forschung, ohne Forschung aber wohl auch kein Fortschritt, klingt irgend wie widersprüchlich. Zumal Städte bereits gewachsen sein müssen, damit sie überhaupt eine Uni haben werden.
Und manche Technologie benötigen auch noch mal besondere Güter, die die Universität haben will, z.B. 50t Erz für seltene Erden. Vermute mal die Technologie "seltene Erden".
Auf der Antarktis soll man auch im Spielverlauf noch Forschungsstationen erreichten können, gegen Nahrung gibs dann auch dort Forschung.
Insgesamt gibt es 12 Epochen. Die ersten 5 Epochen öffnen die Karte nach und nach:
Normalspur, dann Schmalspur und die Flüsse, dann die Küsten, dann die Ozeane, dann die Luft
1830 geht es los, und jeder fängt wohl in mitten Amerikas an. Der Mississippi wird als Orientierung erwähnt, an dem man sich entlang arbeitet.
Und das muss Global sein, denn es wird auch folgendes beschrieben, wenn man lieber eine später Epoche spielen will: Steig bei einem Freund oder auf einem Server ein, der schon im Jahr 1930 ist, und arbeite dort.
Folgendes Wortwörtlich zu nehmen würde auch bedeuten, das die Epochen einen harten Schnitt da stellen würden, was aber irgend wie wieder gegen die anderen Erklärungen laufen würde.
Jede Epoche von den 1830ern bis zur Gegenwart trägt für sich allein ein vollständiges Spiel – vollständiger Fahrzeugbestand, geschlossene Wirtschaft, echte Forschung, echte Entscheidungen.
Spieldauer einer Epoche sollen mindestens 20 bis 50 Stunden sein, wenn man optimal baut. Manche besondersummfangreiche sogar min. 100 Stunden. Es ist von 300 bis 650 Stunden Spielzeit die rede für alle Epochen zusammen.
--------
So viel zum Text. Im Trailer sieht man, wie jemand mit wenigen Klicks ganz klassisch eine Route baut. Laut Text soll das ja aber gar nicht so sein. Der MMO Gedanke ist somit wohl auch kein klassisches MMO, sondern jeder muss sich selbst was Hosten. Im Trailer ist ja zudem davon die Rede, das man auch ganz alleine spielen will.
Das alles wirft aber noch viel mehr Fragen auf, als es Antworten liefert. Details, die egal wie gut alles andere ist für einen Spieler zwischen Hui und Pfui entscheiden.
Spielbalance und Bugs (Qualität) sind in Netzwerkspielen noch mal wichtiger als sonst wo, vor allem wenn es Gegen einander ablaufen soll. Der Übergang zu einer Epoche zur anderen widerspricht sich der Text selbst.
Die "Zeit" ist nicht nur ein Gegner für den Spieler, sondern noch viel mehr für den Entwickler. Wenn man hier nämlich kein Feingefühl hat, wird die Masse aus Langeweile abschalten. Im Trailer sieht man bis auf den Bau der Schienen, gar kein Gameplay. Wo war da das aufwendig "bauen" aus 4 Komponenten statt diese im Menü schlicht auszuwählen, wie es im Text heißt?
Der Trailer sieht mir nach ner klassischen Sandbox-Modelbahn aus ohne tiefes Gameplay.
Der Text will dagegen ein Riesiges umfangreich durchdachtes MMO präsentieren, während der Text selbst vermutlich in kürzerer Zeit entstanden ist als wie ich jetzt zum rausfischen der Infos gebraucht hab.
Ich lass mich gern eines besseren Belehren, aber Konkurrenz zu TPF3 sehe ich hier erst mal überhaupt nicht. Selbst wenn sie ihren Ambitionen tatsächlich gerecht werden ist das Spielprinzip dann doch anders.
Und ich Persönlich denk da im besten Fall an Railroads Online. Mit 72% Steambewertung steht das Spiel heute ja auch nicht super schlecht da, aber nüchtern betrachtet war das zum EA-Start eine einzige Katastrophe. Spaß hatten wir ja trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen. 