Hallöle zusammen. Kann vielleicht ein wenig beitragen. Aufgewachsen südlich von Berlin in einem (damals) kleinen beschaulichen Ort an der Grenze zu einer Zeit, als der Sputnik (auf dem BAR) noch grün und die Bahn allgemein noch pünktlich war
(Meines Wissens ist der ICE erst 2006 schneller als der D3xx auf der Strecke Berlin Dresden gewesen. D3xx war üblicherweise mit einer 01 bespannt.)
Um ein geflügeltes Wort zu benutzen: "Es ist (war) nicht alles Gold, was glänzt." Man könnte da dann sicher noch ergänzen: weder in Ost noch in West.
Als seinerzeit bei uns die "Neue Wohnstadt" gebaut wurde, war dort sowohl für den täglichen Einkauf als auch für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen gesorgt. Das Strassennetz dieses Ortsteils war ziemlich geometrisch gehalten, allerdings nicht ganz so starr wie beispielsweise in den USA. Und wohlgefühlt hat sich unsere Clique dort auch nicht so unbedingt. Da sind wir dann doch eher in die älteren Ortsteile und umliegenden Dörfer ausgewichen (konnte man sich besser verstecken, wie gesagt: Grenznähe
). Ansonsten gab es in unserer Stadt zwar keinen Wochenmarkt, wie man ihn aus heutiger Sicht kennt, dafür aber eine sogenannte Gemüsehalle, die demselben Zweck diente. Unser Kohlenhändler (privatwirtschaftlich) hat noch (ökologisch
) mit Pferdefuhrwerken ausgeliefert, Autofahren war mangels Auto nicht, aber was man nicht kennt, kann man auch nicht vermissen 
Alles in allem kann man sagen, das das Vorwendeleben zumindest bis Anfang der 80er in meiner Stadt seeeehr ruhig war. Die paar Berliner (laute Mitmenschen), die da durchkamen hat man eben hingenommen. Heutzutage würde ich dort aber nicht tot über den Zaun hängen wollen.