Wie lange hast Du bei Deinen 17 Millionen simuliert? Ich kann mir vorstellen, daß die Gewinne nach ein paar Jahren ziemlich einbrechen, wenn Du die Städte nicht versorgst.
Du bekommst für jeden Einzeltransport die Strecke (Luftlinie, modifiziert um Netto-Anstieg) bezahlt. Wenn der einzige Weg, den Du zuläßt, über Stationen an allen Ecken der Karte läuft, bekommst Du tatsächlich auch das Geld dafür - wenn an diesen Stationen tatsächlich umgeladen wird. Es ist also kein Problem, den Bahnhof oder Flughafen etwas außerhalb zu haben. Du kannst den Güterbahnhof mitten in die Stadt setzen. Das bringt die Immissionsquellen allerdings ziemlich nahe an die Wohnhäuser und Du wirst wahrscheinlich trotzdem (nicht so viele) LKWs brauchen. Ein (Güter)zug, der geeignet zusammengestellt ist (d. h. so viele Wagen, wie es geht, ohne ihn zu sehr auszubremsen), generiert beim Abladen tatsächlich rauhe Mengen Geld. Er kostet aber auch vergleichsweise viel. Und die wichtigste Regel fürs Geldmachen bei TpF(2) ist: Möglichst Umwege und Leerfahrten vermeiden. Das mit den Leerfahrten ist wegen des relativ geringen Angebots an verschiedenen Waren bei Güterwagen eine ziemliche Tüftelei, die oft nur bei Tankwagen oder Rungenwagen wirklich von Erfolg gekrönt ist.
Im späteren Spiel versuche ich, die Immissionen durch geeigneten Tunnelbau zu reduzieren. Ist zwar nur eher viertel-realistisch, funktioniert aber. Es gibt ja leider keine funktionsfähigen Lärmschutzwände, obwohl der Rechenaufwand, im Vergleich zu den Immissionen überhaupt, nicht mal sooo hoch wäre.
Was den Flugverkehr killt, ist eine schnellere anderweitige Verbindung, und zwar von Tür zu Tür. Außerdem ist beim Flugverkehr m. E. die reine Transportkapazität doch eher dürftig.
Der Amerikaner in dem Video mit dem Gütertransport-Flugzeug (wenn wir das gleiche meinen) hat sich ja zur Aufgabe gestellt, die Spielmechanik zu sprengen. Das geht wie bei praktisch jedem Spiel, ist aber für jemandem ohne großen Sinn fürs Destruktive witzlos: Deine Städte bekommst Du so nicht versorgt.
Wenn ich ein Spiel im Jahr 1850 anfange, habe ich erst einmal ein paar Jahr(zehnt)e, in denen ich nur den Güterverkehr hochziehe, indem ich die einfacheren Warenketten mit Pferdekarren bediene und Straßen optimiere. Straßen zu optimieren kostet keinen Unterhalt, aber die Fuhrwerke sind pro Transport (der unabhängig von der Wegstrecke immer das gleiche einbringt, es sei denn, Du lädst um, s. o.) weniger lange unterwegs. Weil die Karren Unterhalt kosten, ist das gespartes Geld. Und ich sorge dafür, was auch in der EU optimiert wird: Der Joghurt aus der Eifel wird nach Spanien zum Etikettieren transportiert und dann in Köln als regionales Produkt verkauft. Wenn Du den gleichen LKWatsch dafür benutzen kannst, ist die Leerfahrt ziemlich kurz.