Mitteilung der Zentralen Plankommission
Steine, Erden, Glas und Keramik
Ein möglicher nächster DDR-Industriezweig für Transport Fever 2
Genossinnen und Genossen,
nachdem Acker, Stall, Wald und Revier nun zumindest auf dem Papier halbwegs unter Kontrolle sind, hat die Plankommission festgestellt:
Es fehlt noch etwas.
Nicht an Formularen, davon haben wir genug.
Es fehlt an dem, worauf jede ordentliche Volkswirtschaft früher oder später steht:
Sand. Kies. Stein. Ton. Zement. Glas. Keramik. Beton.
Kurz gesagt:
Steine, Erden, Glas und Keramik
Denn wenn schon alles nach Plan läuft, dann braucht der Plan wenigstens ein solides Fundament. Und wenn das Fundament Risse bekommt, nennen wir es eben „bauliche Anpassung im Rahmen der Versorgungslage“.
Was könnte enthalten sein?
Der neue Industriezweig wäre zunächst bewusst allgemein gehalten. Es handelt sich also noch nicht um eine endgültige Produktionsliste, sondern um eine erste Planungstafel.
Oder, wie man sagt:
Der Plan ist fertig, nur die Wirklichkeit muss noch angepasst werden.
Mögliche Rohstoffe wären zum Beispiel:
- Sand und Quarzsand
- Kies und Schotter
- Bruchstein und Kalkstein
- Ton, Gips und Kaolin
Daraus könnten verschiedene volkseigene Betriebe entstehen:
- Sand- und Kieswerk
- Steinbruch / Schotterwerk
- Kalkwerk
- Zementwerk
- Betonwerk
- Plattenwerk
- Ziegelwerk
- Glaswerk
- Keramikwerk
- Gipswerk
Damit wäre dann auch sichergestellt, dass nicht nur geerntet und gefällt wird, sondern endlich auch gebrochen, gebrannt, gemischt, gegossen und ordnungsgemäß zwischengelagert werden kann.
Mögliche Produktionsketten
Auch hier gilt: erstmal grob, erstmal Vorschau, erstmal Plankommission.
Denkbar wären unter anderem folgende Ketten:
- Quarzsand + Kalkstein → Glaswerk → Glaswaren
- Kalkstein + Ton + Gips → Zementwerk → Betonwerk → Betonwaren
- Ton → Ziegelwerk → Ziegelwaren
- Kaolin + Ton → Keramikwerk → Keramikwaren
- Bruchstein → Schotterwerk → Schotter / Baustoffe
Als Stadtwaren wären damit zunächst allgemein denkbar:
- Baustoffe
- Betonwaren
- Ziegel
- Glaswaren
- Keramikwaren
Bewusst noch nicht zu kleinteilig.
Erstmal soll der Industriezweig stehen, bevor wieder jemand mit der Lupe durch jede Werkhalle läuft und fragt, warum der Gips nicht exakt dort liegt, wo der Plan ihn vorgesehen hat.
Die Antwort darauf lautet selbstverständlich:
Der Gips liegt richtig. Der Plan wurde nur zu früh gelesen.
Warum dieses Thema?
Der Bereich passt aus meiner Sicht sehr gut zur bisherigen DDR-Reihe.
Agrar liefert Nahrung und landwirtschaftliche Güter.
Forst liefert Holz, Harz, Fasern und weitere Waldprodukte.
Aber irgendwoher müssen schließlich auch die Baustoffe kommen, damit die Republik nicht nur geplant, sondern auch gebaut werden kann.
Und wenn schon gebaut wird, dann wenigstens so, dass man es vom nächsten Kombinat aus noch sieht.
Der neue Bereich würde bringen:
- neue mineralische Rohstoffe
- neue Schüttgut-Transporte
- neue Industriewaren für die Städte
- optisch interessante Anlagen
- eine gute Ergänzung zu Agrar und Forst
- typische DDR-Betriebe wie Zementwerk, Betonwerk, Plattenwerk, Glaswerk und Ziegelei
Gerade Kiesgruben, Steinbrüche, Zementwerke, Betonwerke und Glaswerke würden meiner Meinung nach sehr gut ins Spiel passen.
Viel Staub, viel Beton, viel Transport.
Also genau das, was man braucht, wenn die Planerfüllung zwar schwierig ist, aber wenigstens schwer aussieht.
Noch ist das keine finale Umsetzung.
Die Begriffe und Produktionsketten sind bewusst allgemein gehalten. Es geht erstmal darum, den nächsten volkseigenen Industriezweig thematisch einzuordnen und zu schauen, ob daraus ein eigenständiger Mod-Baustein entstehen könnte.
Die Plankommission prüft.
Die Rohstoffe liegen bereit.
Der erste Schotter wartet auf Abtransport.
Die Transportbetriebe melden vorsorglich vollen Einsatzwillen, sobald Fahrzeuge, Personal, Ersatzteile und eine geeignete Ausrede vorhanden sind.
Jetzt wird nicht mehr nur geerntet und gefällt.
Jetzt wird gebrochen, gebrannt, gemischt und gegossen.
Der Plan steht noch nicht endgültig.
Aber er staubt schon ordentlich.
Und sollte am Ende doch etwas fehlen, wird es selbstverständlich nicht fehlen.
Es wird lediglich im nächsten Fünfjahrplan berücksichtigt.