Dunkels TPF2 Moddingecke

Willkommen in der Transport Fever Community

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Das Team der Transport-Fever Community


  • So...Wegpunkt-Mod ist fertig und hochgeladen.


    Nicht mal 2 Monate Durchlaufzeit (Zeitstempel der ersten Blender-Datei des 3D-Modells. Am Ende waren es 112 Zwischenspeicherstände), das könnte für mich neuer Rekord sein. :/


    Nach der Freischaltung durch die Admins findet ihr den Download hier: LINK

    EDIT: Ist schon freigeschalten. Das waren 36 Minuten bis zur Freischaltung. Das ist definitv neuer Rekord. Danke!

  • "Aber ich bin nun mal Nostalgiker, in den 80ern meine Sturm- und Drangzeit gehabt, da bleibe ich gerne kleben mit meinen Erfahrungen! 🙂"

    Da bin ich ganz bei Dir. Daher arbeite ich gerade an einem dokumentarischen Bildband über die Kindheit und Jugend von den 70er bis 90er Jahren, der Themen abdeckt wie Schule, Ferien, Freibad, Feiertage, Familienleben, Süßigkeiten, Spielwaren, usw. .
    Quasi in Text gegossene Erinnerungen an damals. 😊
    Und Dunkels Telefonzellen sind halt eben pixelgewordene Erinnerungen. Gerade für meine Basteleien, die alle in der Zeit der 70er bis 90er angesiedelt sind, und für die ich bisher die einzig verfügbare 90er Jahre Telefonzelle verwendete, sind diese Assets ideal!

    System: AMD Ryzen 7 7800X3D, 64 GB RAM, nVidia RTX 3060, Windows 11

  • Bevor noch jemand denkt, ich hätte mich in den Vorruhestand verabschiedet oder für TPF2 würde nichts Neues mehr entstehen, muss ich hier mal wieder was posten. Sind nur Zwischenstände, und ob etwas davon dieses Jahr noch fertig wird, kann ich auch nicht versprechen. Aber in dieser Modding-Ecke brennt noch Licht!


    Nach den Wegpunkten war mir wieder nach was mit Rädern dran. Diesmal soll es ein Transporter in der Mittelklasse werden (3,5 – 5 Tonnen). Also ein Fahrzeug, mit dem man auch entlegenere Abladestellen versorgen kann, ohne dafür immer mit einem halbleeren Schwerlast-LKW durch die Stadt zu donnern und seine Emissionswerte zu ruinieren.


    Das genaue Modell wird noch nicht verraten, aber vielleicht erkennt es schon jemand (Leiterrahmen & Co. sind schon mal gebaut)? Bild zeigt die Variante für einen Van-Aufbau.



    Spannend ist die Wegführung des Auspuffrohrs. Irgendwie musste das Rohr von rechts nach links. Nach etwa 1,5 Metern fiel dann auf, dass da schon die Kardanwelle liegt. Also hat man das Rohr kurzerhand darübergebogen. Der letzte Befestigungspunkt am Rahmen ist dann auch geschätzte 80 cm vom Rohrende entfernt. Möchte nicht wissen, wie sich das beim Motorstart bewegt hat.


    Interessant ist auch die Federung. Hinten ist klar: Man sieht die Dämpfer (alles sehr vereinfacht, weil man sie eh kaum sieht und es nur Performance kostet) und die Blattfedern. Vorne konnte ich auf einzelnen Bildern auch Blattfedern sehen (hatten nur einzelne Varianten war aber nicht Standard), aber auf den meisten Bildern war nichts zu erkennen. Habe mir dann einige Achsen auf Gebrauchtbörsen angesehen, konnte aber nie Blattfedern oder Schraubenfedern sehen. Dachte schon, die sind vielleicht alle weggegammelt, aber nein. Die Lösung des Rätsels ist übrigens im Bild zu sehen.


    Die Fertigstellung wird aber dauern. Ich bin wieder auf mein Karosserieproblem gestoßen. Objekte mit einer gewissen Regelmäßigkeit und Symmetrie gehen mittlerweile gut von der Hand. Karosserien sind aber nichts davon. Da toben sich Designer aus, und Flächen und Radien wechseln sich ab, verschiedene Formen treffen sich und bilden neue Linien. Mein üblicher Ansatz, mit einem Würfel zu starten und diesen Schritt für Schritt auszuarbeiten, funktioniert bei solchen Objekten einfach nicht gut. Am Ende hat man ein viel zu komplexes und kleinteiliges Modell. Wenn man nachträglich Formen ausarbeiten will, muss man aus einem Riesenhaufen an Punkten die richtigen erwischen, was zeitaufwändig ist.


    Also hab ich nochmal die "Schulbank" gedrückt und mir ein paar YouTube-Videos angeschaut. Es gibt verschiedene Ansätze (ihr könnt gerne mal nach „3D car modelling low poly“ suchen, ich möchte bei den meist recht reißerischen Beiträgen gar kein Beispiel posten aber selbst das schlechteste Video bringt Anregungen und wenn es die Erkenntnis ist, dass es so sicher nicht geht). Am interessantesten fand ich den Ansatz, nicht mit einem Objekt (Würfel) zu starten, sondern mit markanten Linien auf der Karosserie. Man startet also mit einer auffälligen Linie (z. B. der Krümmung der Motorhaube aus der Seitenansicht). Passt die Linie in einer Ansicht an, extrudiert man daraus eine Fläche und passt die andere Seite der Fläche an eine neue Linie an. Priorität ist auch immer, ein Viereck zu behalten und keine Dreiecke zu erzeugen (das bringt "Ruhe" in die Flächen). So erzeugt man Stück für Stück mehr Flächen (aber nur die, die es braucht). Am Ende verbindet man alles miteinander und hat wieder ein 3D-Objekt. Die Theorie war also verstanden – jetzt musste sich das Ganze nur noch in der Praxis bewähren. Den Transporter wollte ich nicht nehmen, weil ich bis auf das fiese Dach schon alles mit der alten Technik gut hinbekommen habe.


    Also musste ein „Übungsobjekt“ her. Die Wahl fiel auf ein Auto, das es meines Wissens für TPF1 schon mal gab: einen Saab 900 Turbo. Ein bisschen Umdenken war schon nötig, und Übung macht bekanntlich den Meister. Für den ersten Versuch bin ich aber echt happy. Bis jetzt sicher die sauberste Topologie einer Fahrzeugkarosserie, die ich hinbekommen habe. Jeden Fehler, den ich bisher entdeckt habe, konnte ich relativ einfach korrigieren (da zahlt sich die saubere Topologie ohne unnötige Linien und Punkte aus).


    Der Saab wird jetzt erst mal fertig gemacht, bevor es mit dem Transporter weitergeht. Nächster Schritt ist das Mapping. Wenn die Textur mal drauf ist, wird man sehen, ob ich mit den recht simplen Felgen, den fehlenden Türgriffmulden und den einfach draufgeklatschten hinteren Lüftungsgittern zu einem guten Ergebnis komme.


    Bei den Türgriffmulden hoffe ich, dass die Normal-Map für die Illusion ausreicht. Wenn nicht, muss eine richtige Ausbuchtung in die Türfläche, und das wird ein ziemliches Gemetzel. Bei den Lüftungsgittern stellt sich noch die Frage: Flackert das (zwei Flächen nahe beieinander; der Plan ist, beide Flächen gleich zu lackieren)? Falls ich deshalb nochmal nacharbeiten und ein paar zusätzliche Tris spendieren muss, dauert es mal wieder länger … aber das kennt ihr ja schon. ^^