Hallo
Der Diskussion um die technischen Grundlagen von Auslagerungsdatei oder -partition kann ich nichts Ungesagtes mehr hinzufügen. Die Probleme unterscheiden sich ja nicht nur zwischen den Betriebssystemen, sondern schon zwischen Nutzern des gleichen Betriebssystems bei zumindest ähnlicher Hardwareaustattung. Allgemeine Aussagen verbieten sich da regelrecht. Aber …
Mit einem Computer muss man arbeiten (oder Spielen). Ich kann doch meinem Nutzer nicht sagen, dass er in der heutigen Zeit Programme schließen soll, damit ein anderes Programm fehlerfrei läuft.
… mit Verlaub, was ist denn das für ein Quatsch?
Natürlich muss ich einem Nutzer auch und gerade in der heutigen Zeit sagen, dass er bei Bedarf das eine und/oder Programm schließen muss, um ein anderes Programm fehlerfrei läuft, denn …
In der Vergangenheit wurde deutlich weniger RAM in einem System verbaut als in heutigen Modernen. Dort wurde die Auslagerungsdatei wesentlich öfters genutzt als heute.
… in der Vergangenheit war nicht nur der RAM eines Rechners kleiner, auch die auf den damaligen Systemen ausgeführten Programme waren es. Die Größe des RAM ist, wie schon immer, physikalisch begrenzt und der RAM-Bedarf der einzelnen Programme ist gerade in den letzten zwei Jahrzehnten exorbitant gestiegen. Das Verhältnis zwischen installiertem RAM und von den Programmen belegtem RAM wird sich somit nicht wesentlich verändert haben. Die Nutzung des Auslagerungsspeichers bei nicht „übermäßiger“ Hardwareaustattung ist auch heute noch ähnlich hoch wie früher.
Wer schon einmal den Firefox mit geschätzten 20 oder mehr gleichzeitig offenen Tabs betrieben hat, weiß, dass der sich allen freien RAM unter die Nägel reißt. Wer dann noch ein weiteres speicherintensives Programm öffnen will, kommt heute eher früher als früher an die Grenzen. Dann heißt es. um beim gewählten Beispiel zu bleiben, im Firefox Tabs oder nicht dringend benötigte Programme schließen.
Das ist so auf PCs (wie die konkret auch heißen mögen), das funktioniert aber genau so auch auf Smartphones oder Tablets oder oder oder. Wenn der RAM voll ist, ist er voll. Da beißt die Maus auch heute noch keinen Faden ab.
Aber auch heute haben neue Systeme, wenn es nicht ein ausgeschriebenes Power- oder Spielesystem ist, in der Regel 4GB RAM verbaut. Damit kann man als unwissender Nutzer und Spieler genauso wenig einen Preis gewinnen.
Entschuldige bitte, wer sich zum spielen ein solches System zulegt, ist selbst schuld. Wer es jedoch dazu nutzt, wozu es tatsächlich taugt (surfen, chatten, Emails und Briefe schreiben sowie Musik und Videos genießen, halt das, was die meisten Leute tatsächlich mit ihren Rechnern tun), wird damit auch noch in den nächsten Jahren gut hinkommen. Neue Hardware ist im PC-Bereich heutzutage doch meist nur bei Defekten, beim Betriebssystemwechsel oder bei neuen Aufgaben für die Geräte fällig.
Tschö, Auge