Eigentumsverhältnisse der DB AG [ausgelagert]

Willkommen in der Transport Fever Community

Welcome to the fan community of Transport Fever and Train Fever, the economic simulators of Urban Games. The community is free for you to share and inform yourself about the game. We cultivate a friendly and objective interaction with each other and our team will be happy to answer any questions you may have.

 

Registration and use is of course free for you.

 

We wish you a lot of fun and hope for active participation.

The Team of the Transport-Fever Community

  • Es ist leicht, alles am Laufen zu halten, wenn ein Unternehmen geschlossen als Bundessondervermögen geführt wird und keine Gewinne erwartet werden. Ein Betrieb, der nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden muß und von dem Gewinnausschüttungen gewünscht werden, muß ganz anders haushalten als einer, der aus dem Vollen schöpfen kann und von dem die Aufrechterhaltung einer staatlich gewünschten Infrastruktur gefordert wird: der eine muß seine Kosten selbst decken, der andere bekommt zugewiesen,was gebraucht wird.


    Und es sollte offensichtlich sein, daß beides Vor- und Nachteile hat. Geld kann nur einmal ausgegeben werden; wenn man eine Summe für einen Kilometer Autobahn ausgegeben hat, dann steht sie nicht mehr für einen Kilometer Bahn zur Verfügung und umgekehrt. Wenn man sich also entschließt, die Bahn als infrastrukturelles Grundbedürfnis zu führen, dann kostet das Geld, das woanders nicht mehr zur Verfügung steht. Falls man sich aber entschließt, das Geld für andere Dinge auszugeben, dann muß die Bahn eben marktwirtschaftlich geführt werden und ohne Zuschüsse von außen auskommen.


    Natürlich, das war jetzt etwas vereinfacht. Aber es sollte klar sein, daß die Wurzeln der momentanen Lage mindestens eine Ebene tiefer liegen als das, was weiter oben skizziert wurde. Die marktwirtschaftliche Führung ist Ergebnis der Haushaltsplanung und der Setzung von finanziellen Prioritäten. Daß dann auch marktübliche Gehälter für die Vorstände gezahlt werden müssen, ist dann die Konsequenz, nicht die Ursache des Übels.


    Auf die politischen Diskussionen möchte ich hier nicht einsteigen, auch wenn es mich in den Fingern juckt, denn das soll man in diesem Forum nicht. Aber schaut euch bei Interesse abseits dieses Forums mal die Programme der Parteien an, die sind auf den jeweiligen Internetpräsenzen zu finden. Falls eure Priorität beim Ausbau der Bahn liegt, dann gibt es da auch in eurem jeweiligen Wohnsitzstaat bestimmt eine, die dieses Ziel verfolgt.

  • Quote

    ich habe mal das elektronische Plappermäulchen alias ChatGPT gefragt, wie lange schätzungsweise die Umstellung des festen Fahrplans in einen landesweiten Taktfahrplan dauern würde, wenn dabei eine KI den Plan berechnen würde.

    Dazu brauche ich keine KI. Die negativen Erfahrungswerte aus NRW dürften da schon reichen, um festzustellen, dass es Jahrzehnte dauern würde. Ein Problem in NRW neben Baustellen, Billigheimern und Bürokratie war auch, dass zwischendurch immer mal die politischen Mehrheiten gewechselt haben, und dass somit die seinerzeit geplante Weiterentwicklung des mit großer Euphorie eingerichteten ITF niemals stattgefunden hat. Einer plant was, der nächste haut es wieder zu Klump. Abgesehen von lokalen Kirchturm-Verkehrsunternehmen, bei denen das Motto gilt: "Haben wir schon immer so gemacht, warum sollten wir das ändern?"

    Ich will TpF3 mit Dinos, Zombies und Vulkanen!

  • Zum Glück unterliegt die SBB noch keiner parteipolitischer Willkür.

    Das Schweizer Verkehrswesen wurde vom Stimmbürger und Steuerzahler so beschlossen und basta. Dafür belechen wir auch mehr als genug.

    Was ich leider feststellen musste, dass mit dem Beschluss den ÖV zu fördern, sich die Bahnunternehmungen nicht mehr mit alltagstauglichen Fahrzeugen begnügen, sondern vermehrt den vom Steuerzahler finanzierten Ferrari leisten.

    Das haben Eisenbahnfahrzeughersteller bemerkt und liefern nur noch Ferraris. Treiben ungeprüfte und unerprobte Konstruktionen in den Markt, der vom Steuerzahler geflissentlich zu berappen ist. Beispiele dafür gibts genügend. Hab selber Inbetriebssetzer vor dem Nervenzusammenbruch heulen gesehen.

    Wenn der Bundsrat der Ansicht ist, dass fordern und fördern unserer Bildungskompetenz im internationalen Markt die Schweiz nach vorne bringt, so ist das richtig. Nur der Preis ist hoch, und nicht so wichtig, dafür halten wir den Steuerzahler im Hamsterrad, dass von Innen wie eine Karriereleiter auszusehen hat, und so erhält das System sich selber.

    Keine Angst, wenn da mal einer rausfällt aus diesem Hamsterrad, dafür haben wir das Rad der medizinischen Versorgung ersachaffen ...

    Läuft doch, oder?

  • Quote

    Was ich leider feststellen musste, dass mit dem Beschluss den ÖV zu fördern, sich die Bahnunternehmungen nicht mehr mit alltagstauglichen Fahrzeugen begnügen, sondern vermehrt den vom Steuerzahler finanzierten Ferrari leisten.

    Zum Glück gibt es hierzulande noch TRI. <3<3<3<3<3 Die fahren zwar noch mit "altem Kram", aber dafür top instandgehalten. Sind halt noch echte Eisenbahner und nicht irgendwelche gelackten Managertypen. Vielleicht sollten mehr Eisenbahnfreunde den Regelverkehr übernehmen, dann klappt es gleich viel besser. ;-) Und wenn es doch einmal Probleme gibt, ist das Personal wenigstens freundlich.

    Ich will TpF3 mit Dinos, Zombies und Vulkanen!

  • Ein Betrieb, der nach wirtschaftlichen Grundsätzen geführt werden muß und von dem Gewinnausschüttungen gewünscht werden, muß ganz anders haushalten als einer, der aus dem Vollen schöpfen kann und von dem die Aufrechterhaltung einer staatlich gewünschten Infrastruktur gefordert wird:


    Und genau das ist etwas, das ich stark kritisiere. Es gibt Dinge, Güter, Dienstleistungen, die einfach nicht in private oder privatwirtschaftlich handelnde Hände gelegt werden dürfen, weil die gesamte Bevölkerung darauf angewiesen ist. Dazu zählt für mich u.a. der ÖPNV. Das hat nichts mit Kommunismus zu tun, aber die Frage, wieso es möglich und erlaubt ist, dass einige wenige an Dingen verdienen, die alle Menschen benötigen und nicht anderweitig beziehen können, muss gestellt werden.


    Was Transport angeht, ist die einzige Alternative zum ÖPNV der Individualverkehr, und den kann sich nicht jeder leisten. Wenn Du aber arbeiten musst, um Dir ein Auto leisten zu können, das Du benötigst, um zur Arbeit zu gelangen, ist mit der Welt, in der Du lebst, etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Und damit meine ich nicht, dass einfach nur Deine Arbeitsstelle zu weit entfernt ist, um zu Fuß hinzugelangen.


    Staatlich geführter und finanzierter ÖPNV dagegen könnte sogar für Bürger kostenlos sein, und würde so nicht nur den Autoverkehr reduzieren, sondern auch ein wichtiger Beitrag sein, um soziale Benachteiligungen zu verringern. Viele Länder und Regionen haben das bereits eingeführt und gute Erfahrungen damit gemacht.


    Aber das geht eben nicht, wenn Profitgier die Hauptantriebsfeder des Betreibers ist. Und egal, wie man es nennt, dreht oder wendet: es ist im Grunde nichts anderes als Profitgier derjenigen, die an der Spitze eines privatwirtschaftlichen Anbieters einer Ware oder Dienstleistung stehen. Kein Unternehmer handelt aus purem Altruismus, es geht immer nur im die Vergrößerung des eigenen Kontostandes, um den eigenen Wohlstand.

  • Quote

    Wenn Du aber arbeiten musst, um Dir ein Auto leisten zu können, das Du benötigst, um zur Arbeit zu gelangen, ist mit der Welt, in der Du lebst, etwas ganz und gar nicht in Ordnung.

    Und wenn du dann noch in oder für die Autoindustrie arbeitest, von der ja angeblich sooo viele Arbeitsplätze abhängen, was aber bei den Entlassungswellen der Bahn merkwürdigerweise nie jemanden interessiert hat, wird das Ganze erst richtig absurd.

    Ich will TpF3 mit Dinos, Zombies und Vulkanen!

  • Und wenn du dann noch in oder für die Autoindustrie arbeitest, von der ja angeblich sooo viele Arbeitsplätze abhängen,

    Kleine Exkursion vom eigentlichen Thema Bahn:


    Ich würde sogar sagen, dass es kein anderes Industrieprodukt gibt, von dem so viele Arbeitsplätze abhängen, wie vom Auto. Versuche mal, zu überlegen, wie viele Produktionsschritte nötig sind, bis ein Auto in der Garage eines Käufers steht. Wo fängst diese Kette an, wo hört sie auf? Fängt sie bei der Erzförderung an? Was ist dann mit den Maschinen, die zur Erzförderung benötigt werden? Was ist mit deren Herstellung? Was ist mit den Chemikalien für die Lacke? Was ist mit Nähnadeln, mit denen die Sitzbezüge genäht werden? Was ist mit der Treibstoffversorgung und der dafür nötigen Infrastruktur?


    Und, und, und...


    Natürlich stellt nicht jeder Produzent seine Produkte exklusiv als Zulieferer für die Automobilproduktion her. Aber diese Kette mal komplett zu durchdenken, macht trotzdem schwindelig. Und das alles für ein Produkt, das nachweislich schädlich für Mensch und Umwelt ist, dass zu 90% der Zeit nicht benutzt wird, und zum Abstellen auch noch mehr Platz benötigt als ein Kind zum Spielen.


    Klingt für mich wie eine Definition von Wahnsinn...


    Es gab vor einigen Jahren einen wie ich finde sehr guten Sketch, der darstellen sollte, wie die Erfindung des Autos heute wahrscheinlich aussehen würde.


    Zurück zum Thema Bahn.

BlueBrixx