Eigentumsverhältnisse der DB AG [ausgelagert]

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  • Ja, eine wichtige Errungenschaft... - siehe eines der Probleme im dt. Schienennetz. Güter- und Personenzüge auf dem gleichen Gleis...

    Du willst doch nicht ernsthaft die deutsche Bahn mit TPF vergleichen? Das eine ist ein intelligent gesteuertes Transportwesen, das andere ist...die deutsche Bahn.


    Größer könnten die Unterschiede nicht sein. Die Deutsche Bahn ist seit ihrer Privatisierung zu einer Versorgungsanstalt für Vorstände und Manager geworden, die dummerweise noch dieses "Problem" am Hacken hat, ab und zu Menschen und Güter transportieren zu müssen. Wenn das nicht wäre, würde der Laden richtig gut laufen!

  • Ja, das ist korrekt. Aber Tatsache ist auch, dass die Bahn pünktlich und zuverlässig war, als sie zu 100% staatlich war, und nicht (teil)privatisiert.


    Wenn ein Unternehmen, das sich "Deutsche Bahn" nennt, ihren größten Umsatz mit einer LKW-Flotte (Schenker) macht, in fremden Ländern den Personenverkehr übernimmt und Öltanker auf dem Meer betreibt, ist in meinen Augen etwas sehr, sehr verkehrt. Stichwort: Kerngeschäft!

  • Die Bahn IST 100% staatlich.

    Die Bahn IST 100% staatlich.


    Staatseigene Geisterbahn! Zu 100% staatlich

    finanziert.

    KASPERLE, der Kumpel vom Seppl 8)

    Asus Strix Z270H, i7-7700K, 4500 MHz, 2x 16GB DDR4 (PC3200), RTX 2060 Super 8GB, PCIe M.2 SSD (3 bis 3,5 GB/s)

  • Also ich sehe das eher anders herum: als die Bahn noch ein einziges staatliches Unternehmen war und nicht in -zig Teilbereiche zersplittert war, war der Spruch "pünktlich wie die Bahn" nicht nur ein Spruch. Die Probleme gingen los, als findige Manager und Lobbyisten dem Bund einredeten, es wäre doch geil, die Bahn wie eine AG zu führen, alle paar Monate externe Berater und branchenfremde Manager anzuheuern, und diese nach kurzer Zeit mit Abfindungen wieder gehen zu lassen.


    Ja, das ist superstark vereinfacht und polemisch von mir dargestellt. Aber beweise mir, dass es nicht den Kern des Problems trifft.

  • Tja, dadurch werden immer mehr Führungspositionen benötigt. In der Energiewirtschaft ist es genau so: Netz und Vertrieb wurden strikt getrennt. Die Mitarbeiter beider Unternehmen dürfen noch nicht mal in einer Toilette pinkeln gehen. Da könnten sie irgendwelche Verabredungen treffen. Und bei der Bahn wird es nicht viel anders sein. Bei der Bahn kommen die vielen Gewerkschaften dazu, die untereinander nicht grün sind. Es ist zum ;(

  • Also ich sehe das eher anders herum: als die Bahn noch ein einziges staatliches Unternehmen war und nicht in -zig Teilbereiche zersplittert war, war der Spruch "pünktlich wie die Bahn" nicht nur ein Spruch. Die Probleme gingen los, als findige Manager und Lobbyisten dem Bund einredeten, es wäre doch geil, die Bahn wie eine AG zu führen, alle paar Monate externe Berater und branchenfremde Manager anzuheuern, und diese nach kurzer Zeit mit Abfindungen wieder gehen zu lassen.


    Ja, das ist superstark vereinfacht und polemisch von mir dargestellt. Aber beweise mir, dass es nicht den Kern des Problems trifft.


    Der erste Satz deckt sich zu 100% mit meinen eigenen Erfahrungen!

  • Ich seh nicht sämtliche Probleme des Konzerns innerhalb des Konzerns. Ja, die Infrastruktur ist überaltet und muss dringend saniert werden. Die Langsamfahrstellen (durch den BR berichtet, nichts internes) gibts ja nicht ohne Grund. Das sind so die meisten Verspätungen, aber auch Fahrgäste sind mittlerweile für Verspätungen verantwortlich. Zum Beispiel wenn man eh schon mit Verspätung unterwegs ist und einer entscheidet auf seine ganze Gruppe in der Tür zu warten und diese aufzuhalten. Dadurch entstehen ja nur weitere Verspätungsminuten und mehr Kopfschmerzen beim Lokführer.


    Zudem verzögern sich halt die Bauprojekte immer weiter weil einfach Hinz und Kunz dagegen klagen können, obwohl diese nicht mal wirklich betroffen sind und die Bevölkerung zwar vielleicht für eine Eisenbahn sind, aber auch nur wenn diese nicht durch das eigene Grundstück (auch wenn das am Rande des Ackerlande ist) verläuft. Oder auch allgemein die Naturschutzauflagen, die halt im Kern sinnvoll sind, aber ein paar Kiebitze verhindern, dass eine Strecke elektrifiziert wird.


    Wenn man diese Probleme und auch noch die Finanzierung halbwegs in den Griff bekommt, dann würde ich persönlich sagen, dass es um einige Punkte besser laufen würde als jetzt.

    If you're feeling like, you don't belong and feeling like a misfit or you're being bullied constantly: No, we accept you and love you very very much


    ~ Brendon Urie

  • Die Verspätungen wären durch zwei mögliche Optionen ganz einfach in den Griff zu kriegen:


    1. Ein Taktfahrplan statt eines Fahrplans mit festen Abfahrtzeiten.


    oder


    2. An jedem Halt für jeden Zug einige Minuten mehr Aufenthalt einplanen, so dass zeitliche Puffer entstehen.


    Beide Möglichkeiten erfordern den Willen und den Einsatz einer Menge Gehirnschmalzes, wobei ich zu bedenken gebe, dass Möglichkeit 1 ein gefundenes Fressen für eine KI wäre, die sie wahrscheinlich mit nur einem CPU-Kern erledigt. Aber in einem Land mit "Flatterstrom" wird das schwierig.


    Möglichkeit 2 wäre erreichbar, ließe man einfach weniger Züge fahren. Denn wenn beispielsweise nur 10 Züge täglich von Hamburg nach München fahren statt 11 oder 12, und eine solche Reduzierung bei allen Fernverkehrs-Verbindungen gemacht würde, wäre der zeitliche Abstand zwischen den Zügen größer, die Strecken wären nicht überlastet, und es müssten keine Züge mehr auf andere Züge wegen Prioritäten auf den Strecken warten.


    Der ideelle Gewinn wäre für alle Bahnreisenden immens.


    Aaaber leider bedeutet Möglichkeit 2 aus Sicht der Vorstände auch weniger "Gewinn" und damit weniger Bonuszahlungen. Eine echte Zwickmühle...

  • Integrale Taktfahrpläne gibt es doch längst. Aber auch kein Allheilmittel. Da müssen nämlich zwischen Knotenpunkten Fahrzeiten eingehalten werden. Und das klappt gerade in Ballungsräumen nicht immer, auch nicht mit schnelleren Fahrzeugen. Gerade dadurch entstehen Verspätungen, besonders wenn ein EVU bei der Ausschreibung verspricht, angeblich den Fahrplan zu halten, was aber reine Hochstapelei ist, nur um zu möglichst billigen Konditionen den Auftrag zu bekommen. Mir fällt da eine gewisse "very british" Firma ein ... :cursing: Und wenn dann noch die üblichen Probleme der Billigheimer, nämlich defekte Fahrzeuge und eine bewusst dünne Personaldecke hinzukommen, und dann noch Baustellen und so genannte "Reparaturen" an der Tagesordnung sind, kann nix mehr klappen.

    Ich will TpF3 mit Dinos, Zombies und Vulkanen!

  • Das Britische EVU hat von vornherein nicht kapiert was das Problem ist.

    Die waren ja der Auffassung das sie nun mit 160 Km/h schnellen Zügen die Verspätungen wieder heraus fahren können, gegen über den nur 140 Km/h Schnellen Dostos die da vorher in Einsatz waren.

    Die haben aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

    Die 160 Km/h nützen dir gar nichts wenn du erst mal aus deiner Fahrplantrasse raus bist.

    Dann hast du ständig langsamere Züge vor der Nase.

    Beispiel.

    Fährt die RE 7 im Krefeld zu spät ab.

    Hat sie in Neuss die S-Bahn vor der Nase.

    In Köln die RB 48

    Am Abzw Linden die RE 4.

    Wenn ab Hagen zu Spät wird die RE 7 in Schwerte an der Ruhr vom Nachfolgenden ICE Überholt.

    Münster ist dann die RB 65 vor der Nase.

    In Gegenrichtung das gleiche Spiel.

    Heißt fährt der Zug am Stadtbahnhof zu spät ab, schon verkackt.

    Das einzige was Abhilfe schaffen würde wäre eine Überschlagende Wende in Krefeld und in Rheine.

    Das würde die Linie schon enorm Stabilisieren.

    Zumindest würde die Pünktlichkeit deutlich zu nehmen.

    Kostet aber 4 Triebwagen mehr und mehr Personal.

    Das hätte man auch gleich so ausschreiben können.

  • Zitat

    Kostet aber 4 Triebwagen mehr und mehr Personal.

    Das hätte man auch gleich so ausschreiben können.

    Hätte man. Hätte aber Geld gekostet. Das sei zum Zeitpunkt der Ausschreibung angeblich nicht dagewesen. :( Und die Billigtruppe von NX hat dann statt sich dem zu erwartenden Chaos zu verweigern einfach gesagt: "Wir kriegen das schon irgendwie hin!" So werden Ausschreibungen gewonnen! :D Übrigens hat der ehemalige Chef von NX heute einen wohldotierten Job bei GoRheinland, ein neuer Verkehrsverbund, der eigentlich AVV und VRS ersetzen sollte, die aber nach wie vor noch nebenher existieren. Hier werden Wasserköpfe geschaffen und Pöstchen verschoben, und das Ganze passiert auch bei der DB, wo dann ständig neue Geschäftszweige wie Pilze aus dem Boden schießen. Dort wird dann nicht nur unnötige Reibung erzeugt, sondern es werden auch noch ein paar neue Planstellen für "ganz wichtige" Leute geschaffen. Dasselbe auch in der Politik. Der Vorsitzende des VRR ist ein ehemaliger CDU-Verkehrsminister, der als Autolobbyist und Eisenbahngegner bekannt war. Der erste Schritt zu einer sparsameren und effektiveren Bahn wäre die konsequente Verschlankung, Entfilzung und Personalpolitik nach Kompetenz und nicht nach Parteibuch, aber das können allenfalls die Wähler entscheiden, die leider auch zum Auto tendieren. (an dieser Stelle sei erwähnt: Die AfD ist verkehrs- und umweltpolitisch noch übler und auch aus ganz anderen Gründen keine Alternative!!!) Was wir auch brauchen, ist der Verzicht auf Protz- und Prestigeobjekte. Da wird ein fragwürdiges Stuttgart 21 aus dem Boden gestampft, und andere 21er-Projekte liegen in der Schublade, da fahren irgendwo in der weiten Welt DB-Lokomotiven, während hierzulande die Schienen verrotten.

    Ich will TpF3 mit Dinos, Zombies und Vulkanen!

  • Integrale Taktfahrpläne gibt es doch längst. Aber auch kein Allheilmittel.

    Mal ein Witz am Rande: ich habe mal das elektronische Plappermäulchen alias ChatGPT gefragt, wie lange schätzungsweise die Umstellung des festen Fahrplans in einen landesweiten Taktfahrplan dauern würde, wenn dabei eine KI den Plan berechnen würde.


    Die Antwort war sehr... aufschlussreich. Ich habe sie leider nicht wörtlich abgespeichert, aber sie lautete dem Inhalt nach wie folgt:


    - Die reine Berechnung des Fahrplanes würde eine KI ca 3 Monate beschäftigen, inklusive nötiger "Nachschärfungen".

    - Die politische Umsetzung würde 5-8 Jahre dauern.

    - Die nötigen Ausbaumaßnahmen (Zweigleisigkeit, Überholgleise, Modernisierung alter langsamer Gleise) würde weitere 10 Jahre dauern.


    Der interessanteste Satz an der Schätzung lautete aber, und den zitiere ich wörtlich:


    Zitat

    Eine KI könnte bei der Planung und Umsetzung überaus nützlich sein — und genau aus dem Grund wird es wahrscheinlich nicht gemacht.


    Irgendwer hat der KI also sogar Sarkasmus einprogrammiert. 8)

  • "Eine KI könnte bei der Planung und Umsetzung überaus nützlich sein — und genau aus dem Grund wird es wahrscheinlich nicht gemacht."

    Natürlich muss die KI ihre Nützlichkeit unterstreichen - die ist ja von Menschen gemacht - und Eigenlob stinkt meisten. Wie war das noch, ChatGPT greift auf von Menschen genrierte Inhalte zurück ?!?

    ... schöne neue Welt...

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    Industie- u. Verkehrsgigant, ab 2005: LOCOMOTION, ab 2017 TF, TpF - SimCity 1-4, ANNO 1602-1404, Civilization 2-4 - und und und...