Wie funktioniert die Zugpriorisierung

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  • Hallo ihr Lieben,


    da jetzt schon öfter die Frage aufkam, wie diese Priorisierung denn eigentlich so funktioniert und es keiner wirklich wusste - habe ich mir mal Gedanken gemacht, wie man das testen könnte. Das ganze habe ich in Video-Form festgehalten und lade es auf YouTube hoch. Im Video erfahrt ihr, WO ihr die Priorisierung einstellt und auf welche Weise sie sich auswirkt. Ich freue mich auf rege Disskussionen und Anmerkungen und hoffe, das ganze bringt etwas Licht ins Dunkel.


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    (PS: das Video geht erst um 16 Uhr online - ich muss jetzt aber erstmal weg. RL ruft ><)

  • Das was du entdeckst habe ich auch vermutet. Die Züge reservieren Strecke, keine Signalblöcke. Interessanterweise ist, dass selbst die höchste Stufe oft nicht ausreichend ist, um eine Zugüberholung zu gewährleisten. Ob das klappt hängt davon ab, ob das letzte Signal vor der Zugkreuzung innerhalb der reservierten Strecke liegt.

  • Die Züge reservieren Strecke, keine Signalblöcke.

    Was bitte ist die Strecke ?

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  • Und wie weit bis zum nächsten Bahnhof oder zum nächsten Signal.

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  • Das hängt glaub ich von der Geschwindigkeit resp. dem Bremsweg ab

    Was hat das mit Strecken Führung zu tun.

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  • Die Züge reservieren Strecke, keine Signalblöcke.

    Das glaube ich wiederum überhaupt nicht. Denn ich habe lange vor DarkMo's Experiment ein YT-Video eines anderes TP3-Fans gefunden, der ebenfalls Experimente durchgeführt hat. Er hat dazu ein SaveGame benutzt, das immer an exakt derselben Stelle ansetzte, und dabei mit zwei unterschiedlichen Zügen, die sich "in die Quere kommen", verschiedene Prioritäten und verschiedene Signal-Konstellationen ausprobiert.

    Ein Vergleich dabei war, wie sich die Reservierung von Abschnitten ändert, wenn sich die Position (oder Anzahl) von Signalen, die der höher priorisierte Zug vor sich hat, ändert. Da es immer dasselbe SaveGame war, waren die Abstände der beiden Züge zueinander und die Gleislängen immer exakt identisch. Nur die Zahl und Position der Signale hat sich geändert (und später auch die Prioritäten).

    Würde ausschließlich die Strecke und nicht die Signalblöcke Einfluss auf die reservierten Gleisabschnitte haben, hätten die Ergebnisse hier nicht unterschiedlich sein können. Waren sie aber.

  • Natürlich haben die Signalblöcke auch einen Einfluss. Und zwar kann man sich folgendes vorstellen: Der Zug schiebt eine virtuelle Reservierungslänge vor sich her. Diese Länge ist größer, je höher die Priorisierung ist. Innerhalb dieser Länge stellt sich der Zug alle Signale auf grün, selbst wenn es mehr als ein Signal ist.

    Das bedeutet es macht schon einen Einfluss wo die Signale stehen, insbesondere das am

    Weitesten entfernte, das sich der Zug reserviert.


    Beispiel: Die Reservierungslänge eines ICE ist fiktiv 1000m.

    Weiter vorne möchte ein konkurrierender RE mit niedrigerer Prio auf die Strecke. Zu dem Zeitpunkt an dem dieser RE nun seinen nächsten Block reservieren würde gibt es zwei Möglichkeiten:


    Das Signal für den konkurrierenden Block ist 990m vom ICE entfernt und damit innerhalb der Länge. Der ICE hat das Signal bereits grün gestellt und reserviert den dahinterliegenden Block für sich. Der RE wartet.

    Steht das Signal aber noch 1020m entfernt, reicht die Reservierungslänge noch nicht. Der RE fährt vor.

    Dabei ist es nach meinem Verständnis für diesen Fall egal, wieviele Signale sonst noch in den 1000m vor dem ICE stehen.


    Das deckt sich mit meinen Experimenten und den Videos die ich gesehen habe. Ohne Anspruch auf Richtigkeit.


    Wie weit die Reservierungslänge genau reicht und wovon das abhängt konnte ich noch nicht herausfinden.

  • Man müsste das Experiment noch erweitern und zwar um jeweils einen vorraus fahrenden Zug der über ein Nebengleis geleitet wird. Denn ich stelle mir die Frage ob die "virtuelle Länge" der Reservierung über einen vorrausfahrenden Zug vorbei reicht. Wäre interessant zu wissen ob der höher priorisierte dann wirklich die Blöcke des anderen "kappen" kann.

  • Man müsste das Experiment noch erweitern und zwar um jeweils einen voraus fahrenden Zug der über ein Nebengleis geleitet wird.


    Oder auch unterschiedlich lange Züge, die hintereinander her fahren. Ein langer Güterzug, der vor ein kurzen Pendlerzug fährt.

    Intel Core i9 11900H CPU 2.60 GHz

    32 GB DDR4 SDRAM

    NVIDIA GeForce RTX 3080, 16 GB GDDR6, 256-bit (Treiber 576.88 v. 01.07.2025)

    Win 11 home 64-Bit

  • Man müsste das Experiment noch erweitern und zwar um jeweils einen vorraus fahrenden Zug der über ein Nebengleis geleitet wird. Denn ich stelle mir die Frage ob die "virtuelle Länge" der Reservierung über einen vorrausfahrenden Zug vorbei reicht. Wäre interessant zu wissen ob der höher priorisierte dann wirklich die Blöcke des anderen "kappen" kann

    Das habe ich mal rudimentär ausprobiert und einen vor einem ICE fahrenden Güterzug ausfädeln und dann wieder einfädeln lassen.


    Im Szenario, dass vor der Einfädelungsstelle je ein Signal auf dem Hauptgleis und auf dem Ausweichgleis aufgestellt wird (also so wie man es eigentlich macht) klappt das meistens nicht. Die Reservierungslänge des ICE dahinter reicht nicht aus, um das Signal auf der Hauptstrecke rechtzeitig zu reservieren.


    Damit es klappt muss das Signal vor der Einfädelungsstelle auf dem Hauptgleis entfernt und deutlich weiter hinten aufgestellt werden. Nun klappt es meist dass der weiter hinten fahrende ICE das Signal zuvor bereits reserviert hat und dann vorbeifährt.


    Das Ganze hängt natürlich auch davon ab, wie dicht die Signale auf der Strecke gesetzt sind. Selbst die höchste Reservierungsdistanz reicht aber nicht mal im Ansatz aus, um so ein Überholszenario ohne klares Abbremsen des ICE zu ermöglichen.


    Ich bastel aber an meinem ersten Mod überhaupt, mit dem die Reservierungsdistanz für jede Stufe verändert werden kann, auch weit über das Vanilla Niveau hinaus. Es hat bereits praktisch auf Priorität „sehr hoch“ funktioniert statt des Vanilla Faktors 3 den Faktor 10 zu setzen und damit eine mehr als doppelt so hohe maximale Reservierungsdistanz einzustellen.


    Würde den Mod wenn er fertig ist aber nur veröffentlichen, wenn ein Profi drüberschaut, weil ich nicht einer von denen sein will, die den Mod-Browser mit KI Mods zuspammen ^^ Für mich aber ein Lernprojekt. Ich versuche mit der KI zusammen zu lernen was ich da tue.

  • Im Szenario, dass vor der Einfädelungsstelle je ein Signal auf dem Hauptgleis und auf dem Ausweichgleis aufgestellt wird (also so wie man es eigentlich macht) klappt das meistens nicht. Die Reservierungslänge des ICE dahinter reicht nicht aus, um das Signal auf der Hauptstrecke rechtzeitig zu reservieren.

    Das entspricht IRL dem klassischen Überholen in einem Betriebsbahnhof. Beim Überholen in TPF3 spielt m. E. neben allem, was sich vor den Zügen abspielt (Reservierungsdistanz, Geschwindigkeit → Video DarkMo) auch die Zuglänge mit hinein, wie Ulf1 anmerkt.


    Gerade das beliebte Szenario langer Gz vor schnellem Fv mit hoher Prio klappt wie von dir beschrieben nicht, wenn der Gz die abzweigende Weiche hinter sich wegen seiner Zuglänge erst sehr spät freigibt und erst dann das Signal für den Fv schaltet. Ist jetzt das Ausweichgleis nicht sehr lang, so dass nur der Gz hineinpasst + etwas Puffer, wird der Gz die Ausfahrt aus dem Überholgleis anfordern, bevor der priorisierte Zug überhaupt seine Prio an sein eigenes Ausfahrsignal weiterreichen kann. Also gilt es den Gz lange genug im Überholgleis zu halten und dafür braucht es wieder einen richtigen (oder unsichtbaren Mod) Bahnhof, den man in die Linie mit einem kurzen Halt einbaut. Idealerweise dann mit einer Fahrplan-Mod. Aber dann braucht es theoretisch keine Priorisierung mehr :rolleyes: Hier hilft sie aber etwas zusätzliche Zeit für den schnelleren Zug zu gewinnen. Das wäre mal auszuprobieren. Geht ein kurzer Nahverkehr in die Überholung, könnte es klappen, Fv könnte es

    Die Prio funktioniert hingegen gut in einem normalen Bahnhof oder an einer Einfädelung, sprich die beiden Züge kommen aus verschiedenen Gleisen auf die Konfliktstelle zu: RB kommt von einer Nebenstrecke / wendet im Nebengleis oder ein Gz wurde am Ladegleis beladen, während sich ein idealerweise schnell durchfahrender Zug nähert. In diesem Fall bekommt der priorisierte Zug den Vorrang sehr oft, das konnte ich auf meiner Diesel-Map öfters beobachten. Es sieht sehr realistisch aus, wenn das Signal im Durchfahrgleis zeitig auf 🟢 geht, während die V100 mit drei Wägelchen noch wartend vor sich hin tuckert und dann der Vt11.5 durchheizt.

    Ich bastel aber an meinem ersten Mod überhaupt, mit dem die Reservierungsdistanz für jede Stufe verändert werden kann, auch weit über das Vanilla Niveau hinaus. Es hat bereits praktisch auf Priorität „sehr hoch“ funktioniert statt des Vanilla Faktors 3 den Faktor 10 zu setzen und damit eine mehr als doppelt so hohe maximale Reservierungsdistanz einzustellen.

    8) Viel Erfolg! Achte auf unerwünschte Nebenwirkungen und dass man als Nutzer die Distanz mit Meterangaben in gewissen Grenzen selbst setzen kann.

    aktuelles System: PC mit AMD Ryzen 9 5900X - 64GB RAM // AMD Radeon RX 6700XT 12 GB VRAM // 1TB SSD und 2+1 TB HD // 32-Zoll-Monitor mit 4K

    altes System: ASUS ROG GV752VW-T4004T: Intel Core i7-6700HQ - 16GB RAM // NVidia GTX960M 2 GB VRAM // 512GB SSD und 1024 GB HDD // 17-Zoll-FullHD