Ich find's sehr merkwürdig, dass die Brandenburgische Ministerin Unterstützung auch finanzieller Art zusagt, aber der Film endet mit der Aussage, dass er Mitte nächsten Jahres in Baden-Württemberg den Probebetrieb aufnimmt. Ob er auch in Brandenburg fahren wird, ist noch "völlig offen". Ich bin der Meinung, dass gerade dort, wo es einen solchen Flickenteppich bzgl. der Elektrifizierung gibt, ein Probebetrieb Sinn macht. Aber mir scheint es eher, dass einmal die Finanzkraft den Ausschlag gegeben hat. Und/oder zum anderen traut man der Technik doch nicht so richtig, weil man das Risiko ausschließen möchte, doch irgendwo liegenzubleiben, ohne rechtzeitig nachladen zu können. Schade.
Zum einen gilt die Unterstützung durch das Land Brandenburg dem Werk vor Ort und der FOrschung an der Technik, um die dortigen Arbeitsplätze zu sichern, die durch die Umstrukturierungen gefährdet sind.
Zum anderen fährt die Technik auf der Basis eines 442 in den Dauertestbetrieb. Dazu benötige ich zum einen Strecken, die die Möglichkeiten für viele Fahrten und auch Regeleinsatz zur Erprobung hergeben, aber vor allen Dingen auch einen "Träger", der das Testfahrzeug betreuen kann. Welche in Brandenburg ansässigen Betreiber sind denn groß genug, um sowas stemmen zu können und haben dazu noch den 442 im Einsatz, damit ich die entsprechende Infrastruktur und die erfahrenen Mitarbeiter zur Wartung, Pflege etc. der Grundplattform 442 überhaupt vorhanden ist? De Facto kann keines der in Deutschland fahrenden "privaten" Unternehmen dies aktuell leisten, weder die recht große Transdev, noch Abelio, noch Keolis und wie sie alle heißen.
Da ist letztlich nichts merkwürdig dran, da bleibt dann schlicht nicht viel ausser die DB mit ihren Regio-Töchtern im Südwesten (zumal die DB, wie schon erwähnt wurde, die Forschung unterstützt hat).