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  • Ich hab den Beitrag von Rauschpfeiff so verstanden dass man aufgrund seiner SexualitĂ€t den Job oder die Wohnung nicht bekommt
    was nicht ausgeschlossen ist, aber (zumindest meiner Erfahrung nach) wirklich selten vorkommt
    dagegen kann man klagen, zurecht.

    Alles andere (Wohnungsnot, Minderqualifikation, etc) betrifft jeden unabhÀngig davon. Das hÀtte aber auch nichts mit dem Threadtitel zu tun.

    MfG, die Licaon

    Einmal editiert, zuletzt von Licaon ()

  • Job oder die Wohnung nicht bekommt
    was nicht ausgeschlossen ist, aber (zumindest meiner Erfahrung nach) wirklich selten vorkommt

    So blöd ist aber doch keiner, es wird dir kein Vermieter sagen "An euch *Schimpfwort* vermiete ich doch nicht" - Er wird viel mehr sagen "Es tut mir leid wir haben die Wohnung anderweitig vergeben".

    Ich bin zwar nicht schwul, aber ich habe mal 2 Jahre lang mit einem Kollegen die Wohnung geteilt und natĂŒrlich sind wir zur Besichtigung, Mietvertrag etc. immer zu zweit hin, spĂ€ter auch zum Wocheneinkauf (Was werden die Leute da wohl gedacht haben). Es hat nie einer irgendetwas negatives gesagt oder auch nur schrĂ€g geguckt. Es kommt auch sehr darauf an was fĂŒr einen Eindruck man macht, denn der durchschnittliche Vermieter ist nur daran interessiert das seine Wohnung nicht heruntergewirtschaftet wird und an möglichst zahlende Kunden zu vermieten.


    Im Job ist (bei uns in der Firma) eher gerade umgekehrt, wenn bei uns einer daher kommt und angibt er ist transsexuell dann hat er quasi die Stelle schon, sonst steht er im nĂ€chsten Tag mit der Gleibe an der TĂŒr, er wĂ€re ja eine zu berĂŒcksichtigende Minderheit (Gleichstellung).

  • Stelle dir mal vor, ein stinknormaler Hetero bekommt keine Wohnung und keinen Job.


    Wohnungsnot ist allgemein ein großes Problem. Aber hier geht's ja um einen konkreten Kontext und nicht um "stinknormale Heteros". Die haben im Zweifel auch oft große Probleme eine Wohnung zu kriegen. Aber hier geht's eben um einen Punkt auf der möglichen Problemliste, der auf sie nicht zutrifft. Ist doch eigentlich nicht schwer zu verstehen.

  • Das ist das, was ich mit "Privileg" gemeint habe.

    das ist kein Privleg, sondern die Umsetzung gĂŒltigen Rechts. Hab mir die MĂŒhe gemacht.

    Österreichisches Gleichbehandlungsgesetz https://www.ris.bka.gv.at/Gelt
n&Gesetzesnummer=20003395

    Interessant sind:

    Gleichbehandlungsgebot

    § 31. (1) Auf Grund des Geschlechts, insbesondere unter Bezugnahme auf den Familienstand oder den Umstand, ob jemand Kinder hat, oder der ethnischen Zugehörigkeit darf niemand unmittelbar oder mittelbar beim Zugang zu und bei der Versorgung mit GĂŒtern und Dienstleistungen, die der Öffentlichkeit zur VerfĂŒgung stehen, einschließlich Wohnraum, diskriminiert werden. Diskriminierungen von Frauen auf Grund von Schwangerschaft oder Mutterschaft sind unmittelbare Diskriminierungen auf Grund des Geschlechts.

    Gebot des diskriminierungsfreien Inserierens von Wohnraum
    § 36. Niemand darf Wohnraum in diskriminierender Weise inserieren oder durch Dritte inserieren lassen.

    Rechtsfolgen der Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes

    § 38. (1) Bei Verletzung des Gleichbehandlungsgebotes des § 31 hat die betroffene Person Anspruch auf Ersatz des Vermögensschadens und eine EntschĂ€digung fĂŒr die erlittene persönliche BeeintrĂ€chtigung.

    Benachteiligungsverbot
    § 39.
    Als Reaktion auf eine Beschwerde oder auf die Einleitung eines Verfahrens zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgebotes darf der/die Einzelne nicht benachteiligt werden. Auch eine andere Person, die als Zeuge/Zeugin oder Auskunftsperson in einem Verfahren auftritt oder die Beschwerde unterstĂŒtzt, darf als Reaktion auf eine solche Beschwerde oder die Einleitung eines solchen Verfahrens zur Durchsetzung des Gleichbehandlungsgebotes nicht benachteiligt werden. § 38 gilt sinngemĂ€ĂŸ.

    MfG, die Licaon

  • gleicher als gleich ist das aber schon

    Ja aber beim besten willen nicht so wie du denkst.


    Nur mal so als Denkanstoß:

    Versuch als Hetero sexuelle Person in Deutschland Blut zu spenden -> Kein Problem.

    Versuch das ganze als Homosexueller Mann: Nur wenn du 1 Jahr nachweislich ohne Sexuellen Kontakt gelebt hast.

    Das hat rein gar nichts mit Gleichberechtigung zu tun und genau wegen solchen Sachen ist das ĂŒberhaupt noch Thema.


    Wenn du nicht der Gesellschaftlichen Norm entsprichst hast du schlicht und ergreifend schlechtere Ausgangsbedingungen und dabei ist es scheiß egal ob wir jetzt ĂŒber Hautfarbe, Bildung(der Eltern) oder Sexuelle Orientierung reden.

    Dass nicht war haben zu wollen oder sogar aktiv daran teilzunehmen dass solche Bedingungen herrschen zeigt von einen persönlichen Weltbild dass im 21ten Jahrhundert einfach nichts mehr zu suchen hat.


    Und da du ja hier das Beispiel von Maik so gerne zitierst, er hat mit keinem Wort erwĂ€hnt dass eine Person die nicht transsexuell nicht genauso angenommen werden wĂŒrde.

    Und ja man mag es kaum glauben, natĂŒrlich gibt es auch unter diesen Gruppen schwarze Schafe die das System ausnutzen ( Wer hĂ€tte das gedacht, Menschen die sich wie Menschen verhalten ), dass sind aber wie ĂŒberall nur die allerwenigsten.


    ich versteh einfach nicht wie man ernsthaft ein Problem damit haben kann dass jemand eine andere Sexuelle Orientierung hat als man selbst. Wenn ich mit einer Person klar komme dann komm ich mit Ihr klar, was sollte es Ă€ndern zu erfahren das diese Person nicht hetero oder was auch immer ist, dass war sie schließlich auch schon bevor ichs erfahren hab.


    Am ende versuchen wir alle nur in einem verkorstem System unseren Platz zu finden, und fĂŒr die Probleme die das mit sich bringt kann der Normale DurchschnittsbĂŒrger am wenigsten.

  • Auch ich halte von Quoten gar nichts. Wenn jemand qualifiziert ist, wird doch wohl - hoffentlich - nicht hinterfragen, welche Vorlieben er beim Geschlecht oder Essen hat. Und das Geschlecht selbst, spielt auch gar keine keine Rolle. Nur QualitĂ€t. Nicht mehr, nicht weniger. Bei uns im GeschĂ€ft spielt es zumindest keine Rolle. Wenn jemand Möbel mit 40 - 100 Kilo tragen kann.

  • Auch ich halte von Quoten gar nichts. Wenn jemand qualifiziert ist, wird doch wohl - hoffentlich - nicht hinterfragen, welche Vorlieben er beim Geschlecht oder Essen hat. Und das Geschlecht selbst, spielt auch gar keine keine Rolle. Nur QualitĂ€t. Nicht mehr, nicht weniger. Bei uns im GeschĂ€ft spielt es zumindest keine Rolle. Wenn jemand Möbel mit 40 - 100 Kilo tragen kann.

    d'accord.

    Leider werden Quoten in der Politik und in der Öffentlichkeit als das Mittel zum Zweck angesehen.

    Ich bin auch gegen dieses Kasperletheater.

    Es braucht zB keine 50% Frauenquote in Unternehmen. Man verzeihe mir den Ausdruck: was bringt es, wenn ich als Unternehmen die "Quote" erfĂŒlle, dann aber vielleicht eine Handvoll Blödtussis dort sitzen habe. Trifft natĂŒrlich auch fĂŒr POC zu, fĂŒr Trans, fĂŒr alle. Nur weil ich von jeder "Variante" einen Vertreter dabei habe, wirds nicht besser, und die Diskriminierung dieser Gruppen wird dadurch leider auch nicht weniger.
    Wir wollen ja keine Arche Noah bauen.....

    .... ist sehr ĂŒberspitzt formuliert, aber denke mir everyone gets the point, was ich damit aussagen will. Es sollte von den vorangegangen Seiten klar sein, dass ich das nicht diskriminierend meine. Bunte Unternehmen sind toll! - aber sie sollten nach Qualifikation "zufĂ€llig" entstehen und nicht "zwangsweise" zur ErfĂŒllung irgendwelcher dummen Quoten die sich irgendwelche dummen Leute einfallen lassen.

    Genauso in Kunst und Kultur: ich bin absolut dagegen, dass man zB aktuelle Verfilmungen zwangsweise divers gestaltet.
    Es ist einfach irgendwie unpassend wenn, nur zwecks QuotenerfĂŒllung, dann mind. 1 POC-Leadcharakter dabei ist, 1 weiblicher, 1 LGBIT, oder eine Kombination daraus, und dadurch teilweise grob von der Originalstory abgewichen werden muss, damit diese Leute reinpassen. (und ja, da gibt es Beispiele dazu)

    auch hier wieder - ich habe absolut nichts gegen Filme mit bunten interessanten Charakteren, die aus mĂ€nnlich/weiß/het ausscheren. Aber dann bitte mit passendem Material. Die x.te Neuverfilmung eines Klassikers nur mit bunten Schauspielern und bisschen verdrehter Story ist fĂŒr mich wenig originell....

    Sorry fĂŒr das Ausholen.

    MfG, die Licaon

  • Da wir gerade entsprechendes Wetter haben, hörte ich gerade meinen Vater rufen: "Wir haben einen riesigen Regenbogen im Garten!"


    Das wĂ€re mal durchaus ein gutes Motto fĂŒr diese Unternehmen: Link zu einem YouTube Video