Dunkel, danke für deine Antwort und Klarstellung.
Ich glaube, wir müssen hier zwei Dinge unterscheiden. Eine Besprechung von TPF3 wird es hier nicht geben, auch nicht von denjenigen, die am CMP teilnehmen. Warum nicht, ist einfach erklärt - das Spiel ist noch nicht veröffentlicht, die Betaphase ist noch geschlossen, und alle Beteiligten sind zum Schweigen verpflichtet, wie es in so einer Phase vollkommen normal ist.
Wenn in einer späteren Phase diese Schweigeverpflichtung gelockert wird und zu Besprechungen des Spiels eingeladen wird, dann mag sich die Frage nach Gefälligkeitsgutachten ergeben, die du in den Raum stellst. Aber erst dann, jetzt noch nicht.
Im Moment gibt es, wie wir alle gesehen haben, kollidierende Informationen: einerseits kennen viele die oft kritisierten Monetarisierungsmodelle, die bei manchen von Paradox vertriebenen Spielen eingeführt wurden. Die Frage, inwieweit Paradox dafür verantwortlich ist oder ob vielleicht auch das Studio, das die jeweiligen Spiele geschrieben hat, auch seinen Teil dazu beigetragen hat, wurde hier bisher noch nicht beleuchtet. Um sie beantworten zu können, müßte man die Verträge kennen. Hierzu kann ich nichts Kompetentes schreiben, denn ich kenne sie nicht.
Andererseits gibt es aber auch die bekannten, an vielen Orten wiederholten Aussagen von UG, die auch allgemein bekannt sind. Das Spiel wird offen für Modding sein, es wird für Mods einschließlich derer aus dem CMP kein Geld verlangt werden, Modder werden unterstützt werden, und es wird weder ein schwindliger Launcher noch irgendein komischer Modhoster obligat integriert werden. Daß die bekannten Seiten wie Transportfever.net weiter verwendet werden können, ist zum Beispiel hier (ganz unten) angekündigt, ob Steam auch integriert wird, ist soweit ich weiß noch nicht bekanntgegeben worden. TPF3 wird also laut UG alles sein, was seine Vorläufer waren, nur eben wesentlich verbessert und erweitert.
Die Hauptfrage ist also, wem man zu glauben bereit ist. Ist die Furcht vor Paradox überwiegend, oder ist man bereit, UG zu glauben, die immerhin schon mehrere Spiele veröffentlich haben und demzufolge nicht nur eine Geschichte mitbringen, sondern auch einen Ruf zu verlieren haben?
Zweifellos hat UG hier mit mehreren Veröffentlichern geredet, bevor sie sich festgelegt haben. Wenn man das einzige, große, neue Spiel, das man als kleines Studio gerade mit viel Mühe fertigstellt, vermarktet haben möchte, wäre man schlecht beraten, ausschließlich mit einem einzigen Anbieter zu reden: dann holt man sich verschiedene Angebote ein. Kann man also darauf bauen, daß UG hier seine Vorstellungen mit verschiedenen Vermarktern besprochen hat und sich für denjenigen entschieden hat, bei dem sie sich am besten aufgehoben gefühlt haben und ihre Vorstellungen am besten umsetzen können, oder ist damit zu rechnen, daß der Vertrag mit Blut unterzeichnet und einige Seelen gleich mit verkauft wurden?
Natürlich muß hier jeder seine eigene Antwort finden. Wenn ich einmal für mich sprechen darf, dann habe ich inzwischen einige Vertreter von UG kennenlernen dürfen und bin eindeutig und ohne Zweifel bereit, ihnen mehr Vertrauen zu schenken als irgendwelchen Typen auf Steam, die da gerade wie eine Nashornherde losgetobt sind.
